17.02.2012 | Verrückt oder was?
Der diakonische Verein für Innere Mission lädt ab Donnerstag, 23. Februar, zu einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe über psychischen Erkrankungen ein.
Angehörige, Freunde und Kollegen sind oftmals verunsichert, wenn ein Mensch in der näheren Umgebung sich plötzlich nicht mehr so verhält, wie man es von ihm gewohnt ist.
Man fragt sich automatisch: „Was hat der/die denn?“ Und mitunter fallen flapsige Bemerkungen wie: „Der/die ist doch verrückt!“
„Verrückt?“, unter diesem Titel widmet sich der Fachbereich Psychosozialen Hilfen (PSH) des Vereins für Innere Mission in Bremen psychischen Erkrankungen und ihrer Problematik für Betroffene und Angehörige. Geplant sind zwei Vorträge mit anschließender Diskussionsmöglichkeit sowie ein offener Themenabend.
Den Auftakt macht am Donnerstag, 23. Februar, ein Abend zu den Fragestellungen „Was ist los mit meiner/m Angehörigen? Wohin kann ich mich wenden?“. Die Moderation übernehmen der stellvertretende Bereichsleiter Bernd Höppner und sein Team von den Psychosozialen Hilfen der Inneren Mission.
Dem folgt am Donnerstag, 22. März, ein Vortrag, in dem näher auf die Fragen „Wie kann ich unterstützen? Wie kann ich mich schützen? Bin ich schuld?“ eingegangen wird.
Den Abschluss bildet ein offener Themenabend am Donnerstag, 19. April, an dem auf Fragen und Aspekte aus den vorangegangenen Abenden eingegangen wird, zu denen noch weiterer Informationsbedarf besteht.
Beginn der Veranstaltungen ist jeweils um 19 Uhr in der Friedensgemeinde im Viertel, Humboldtstraße 175. Die Veranstaltungen sind kostenfrei.
Die Veranstaltungen bieten eine allgemeine Information über psychische Erkrankungen, sowie über Behandlungs-, Unterstützungs- und Betreuungsangebote an. Besucher haben die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen, sich nach weiteren Beratungsmöglichkeiten zu erkundigen
und „komische“ Erlebnisse zu schildern, um diese hinterher etwas besser verstehen zu können.
„Mit diesem Angebot der Psychosozialen Hilfen wollen wir eine Lücke im Beratungsnetz schließen“, erläutert Bernd Höppner, stellvertretender Bereichsleiter der PSH, die Intention zu der Veranstaltungsreihe. „Wir wissen von vielen Klienten und ihren Angehörigen, dass gerade zu Beginn einer psychischen Erkrankung die Verunsicherung sehr groß ist, sich persönliche
Hilfen jedoch zum Teil aus Unkenntnis, aber auch aus Scham und aufgrund bestehender Vorurteile erst spät eingeholt wurden.“ Mit dem Informationsangebot an den drei Abenden wollen die Psychosozialen Hilfen eine niedrigschwellige Hilfe anbieten, damit Betroffene und ihre Angehörigen schnellstmöglich professionelle Unterstützung finden und in Anspruch
nehmen können.

