Hilfe mit Tradition
Das Diakonische Werk Bremen e.V. wurde am 21. Januar 1963 gegründet und nahm am 1. Januar 1964 seine Arbeit als evangelischer Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege in Bremen auf. Gründungsmitglieder waren neben der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) der Verein für Innere Mission in Bremen, das Evangelische Diakonissenmutterhaus, die Diakonissenanstalt (DIAKO), Friedehorst, die Seemannsmission sowie der Landesverband der Evangelischen Frauenhilfe.
Mit dieser Gründung vollzog die Bremer Diakonie den Zusammenschluss des Landesverbandes für Innere Mission und des Evangelischen Hilfswerkes, der bereits auf der Ebene der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und in anderen Landeskirchen umgesetzt worden war.
Bis zum 1. Oktober 2004 war der Direktor/Vorstandsvorsitzende des Vereins für Innere Mission - wie schon beim „Landesverband“ und beim „Hilfswerk“ - mit der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes Bremen e.V. beauftragt.
Der Landesverband für Innere Mission in Bremen wurde 1923 zur Zusammenfassung aller evangelischer, der „Volkswohlfahrt dienenden Vereinigungen und Anstalten im bremischen Staatsgebiet“ zunächst unter dem Namen „Evangelischer Wohlfahrtsbund“ gegründet. 1933 nahm er den Namen „Landesverband für Innere Mission“ an, um die Zusammengehörigkeit mit der gesamten Inneren Mission in Deutschland zu betonen.
Das Evangelische Hilfswerk war nach dem 2. Weltkrieg eine Hilfsorganisation der EKD. In Jeder Landeskirche, so auch in Bremen, wurden Hauptbüros eingerichtet. Das Hilfswerk wurde 1945 auf der Kirchenkonferenz von Treysa gegründet. Initiator und erster Leiter war der spätere Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier. Seine größte Wirkung erreichte das Hilfswerk als Verteilungsorganisation von Auslandsspenden. Außerdem verfolgte es das Ziel, jede Gemeinde und jedes Gemeindeglied angesichts der Not im Nachkriegsdeutschland zur tätigen Mithilfe anzuregen.
Die in Stiftungen, Anstalten und Einrichtungen organisierte Diakonie hat in Bremen allerdings eine sehr viel längere Tradition. Sie reicht zurück bis in das Jahr 1596, als die "Stiftung Alten Eichen" ihren Ursprung nahm. Die Stiftung Alten Eichen von 1596 gilt als älteste Jugendhilfeeinrichtung Deutschlands.
Die "Stiftung St. Petri Waisenhaus von 1692 in Bremen" hat ihren Ursprung im Waisenhaus der St. Petri-Domgemeinde von 1692, und die Egestorff-Stiftung geht zurück auf ein Heim für arme, kranke und alte Bürger, das 1692 auf Anregung der Bremer Altstadtgemeinden von der Bürgerschaft zur Verbesserung der Armenpflege gegründet wurde. Der Verein für Innere Mission besteht seit 1849, das im Jahr 1868 gegründete "Diakonissenmutterhaus" bzw. die "Bahnhofsmission" seit 1898 sind weitere Beispiele für frühes diakonisches Engagement in Bremen.

