Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren

22.03.2016

Die Diakonie Bremen setzt sich dafür ein, benachteiligten Arbeitssuchenden, wie Langzeitarbeitslose oder gering Qualifizierte, neue Beschäftigungsperspektiven und Teilhabemöglichkeiten zu eröffnen.

„Daher begrüßen wir es, dass die Bundesländer den so genannten Passiv-Aktiv-Transfer einführen wollen, um die Lebenssituation für Langzeitarbeitslos zu verbessern“, so Manfred Meyer, Landesdiakoniepastor und Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bremen e.V.
Nicht nur der Lebenslagenbericht (2015) des Senats macht deutlich, dass Arbeitslosigkeit ein großes Risiko für Armut und gesellschaftliche Ausgrenzung darstellt. „Menschen, die langzeitarbeitslos sind, stehen am Rand unserer Gesellschaft“, betont Meyer. Der gesellschaftlichen Ausgrenzung der mehr als 12.000 Langzeitarbeitslosen in Bremen könnte durch den Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung entgegen gewirkt werden. „Nachdem auf Bundesebene die Möglichkeiten der Förderung verstärkt wurden, muss sich der Senat in Bremen nun stärker dafür einsetzen, den Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zu eröffnen“, so Meyer.
Im Rahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung benötigen die Langzeitarbeitslosen intensive Begleitung und Qualifizierung. Solche aktiven Hilfen könnten mit einem Passiv- Aktiv-Transfer finanziert werden. Das PAT-Modell ist eine Idee der Diakonie und die Umsetzung wird seit Jahren gefordert. Dabei sollen die bisherigen Leistungen für Langzeitarbeitslose, wie Miete, Heizkosten und Existenzsicherung zur Finanzierung sozialversicherungspflichtiger Arbeit  genutzt werden.

Das Konzept der Diakonie zum Passiv-Aktiv-Transfer finden Sie hier >