Aufruf der Diakonie Katastrophenhilfe zur Passionszeit

11.01.2018

„Seht, welch ein Mensch!“

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft auch in der diesjährigen Passionszeit Gemeinden und Einzelne dazu auf, Menschen, die unter den Auswirkungen von Naturkatastrophen und Gewaltkonflikten leiden, mit Gebeten und Gedanken zu begleiten und Menschen in Not mit einem Fastenopfer zu unterstützen. In diesem Jahr steht das Leid der Menschen in Syrien und den Nachbarländern im Fokus.

„Die Passionszeit unterbricht ‚störend‘ und heilsam zugleich den Weg von einem zentralen Fest des Kirchenjahres – Weihnachten – zum zweiten Höhepunkt: Ostern“, sagt Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Der Weg zwischen diesen Festen führt durch Wochen der Konzentration, der Vereinfachung, der Einkehr und Umkehr, der Einschränkung und des Verzichts. Sieben Wochen, in denen unser Augenmerk auf das Leiden in seinen verschiedenen Formen und auf unseren Anteil daran gerichtet wird.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe richtet in der Passionszeit 2018 den Blick auf die Menschen in Syrien und seinen Nachbarländern. Der dortige Konflikt geht ins achte Jahr – er hat die gesamte Region erfasst. Mehr als sechs Millionen Menschen sind innerhalb Syriens vertrieben worden, fast fünf Millionen sind in die Nachbarländer geflüchtet. Die Versorgungslage ist in vielen Gebieten nach wie vor prekär, das Bildungs- und das Gesundheitswesen liegen am Boden. Den Menschen fehlt es an allem, ihr physisches und psychisches Leid ist immens.

Darauf das Augenmerk in der Passionszeit zu lenken, bedeutet auch, sich trotz allem nicht an die zerstörerische Gewalt zu gewöhnen, sondern umzukehren von leid- und gewaltbringendem politischen Handeln. Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft dazu auf, weiter zu hoffen, zu beten und dafür zu arbeiten, dass mitten in Trümmern Orte der Hoffnung entstehen. Sie leistet Hilfe durch Nahrungsmittel, psychosoziale Unterstützung, Gesundheitsversorgung, Rechtsberatung und Bildung. Zusammen mit erfahrenen Partnern vor Ort werden Wohnhäuser und soziale Einrichtungen repariert und Ladenflächen in Stand gesetzt, damit Familien wieder ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen können.

Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt den Gemeinden für die Passionssonntage Texte und Fürbitten zur Verfügung. Damit verbunden ist auch die Bitte um Spenden – als Fastenopfer zur Unterstützung der notleidenden Menschen in Syrien und seinen Nachbarländern.