Bremer Gäste besuchen das Pflegenest Schäßburg und gratulieren zum 20-jährigen Bestehen

01.09.2014

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Pflegenests Schäßburg trafen sich in der vergangenen Woche Vertreter des Diakonischen Werks, des Freundeskreises Schäßburg sowie des Rotary Club Bremerhaven in Siebenbürgen im Zentrum Rumäniens.

Die Evangelische Kirchengemeinde Schäßburg (Sighisoara) hat gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Bremen 1994 das Pflegenest gegründet. Die älteren Menschen im Kirchenbezirk haben das Angebot gern angenommen. Für diejenigen, die ihr Zuhause nicht verlassen möchten, bietet das Diakonische Werk außerdem das „Essen auf Rädern“, einen Wäschedienst und ambulante Pflege an.  

Die sozialdiakonische Arbeit der Gemeinde ist von besonderer Bedeutung, da die Altersarmut in Rumänien sehr groß ist. Viele ältere Menschen leben allein. Sie werden nicht von ihrer Familie unterstützt, da Kinder und Enkelkinder ausgewandert sind. Auch den Betrag von umgerechnet etwa einem Euro für ein warmes Mittagessen können sie häufig nicht bezahlen.

Bei ihrem Aufenthalt in Schäßburg von Donnerstag, 4. September,  bis Montag, 8. September, haben die Bremer Gäste gemeinsam mit dem Gemeindevorstand und den Mitarbeitenden der Diakonie die Situation des Pfegenests und die Perspektiven für die diakonische Arbeit besprochen. Unter anderem kam zum Ausdruck, dass das Pflegenest zukünftig um  eine kleine Wohnung für Betreutes Wohnen erweitert werden soll. Die Gemeinde mit ihren rund 500 Mitgliedern feierte außerdem am Sonntag, 7. September,  einen Festgottesdienst, der von Bischof Reinhart Guib, Stadtpfarrer Bruno Fröhlich und Landesdiakoniepfarrer Manfred Meyer gemeinsam gestaltet wurde.

„Auffallend war die ausgesprochen hochwertige und gute Betreuung der acht Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegenestes durch sehr qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen. Auch das Engagement des Gemeindevorstands, der Mitarbeitenden der Kirchengemeinde und des Pfarrers ist  beispielhaft“, lobt Manfred Meyer, Landesdiakoniepfarrer und Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bremen. Die Gemeinde Schäßburg und das Diakonische Werk Bremen wollen auch in den kommenden Jahren intensiv zusammenarbeiten, um die Begleitung und Betreuung von älteren Menschen zu ermöglichen und damit die Not, die wegen des demographischen Wandels und wegen gravierender gesellschaftlicher Veränderungen eintritt, zu lindern.

Eine Abordnung der Gemeinde Schäßburg wird ebenfalls zum Senatsempfang anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Diakonischen Werks Bremen am 16. Dezember in die Hansestadt kommen.