Christian Weber Pate für Beratungsstelle

20.06.2013

Mitunter stellen die Mitarbeiterinnen diakonischen Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsprostitution (BBMeZ) Berührungsängste bei Frauen und Männern fest, wenn sie ihre Arbeit vorstellen.

Daher wissen sie es mit Petra Wulf-Lengner, Leiterin für die Beratungen im Haus der Diakonie, sehr zu schätzen, dass Bremens Bürgerschaftspräsident Christian Weber ganz offen mit der Thematik Menschenhandel und Zwangsprostitution umgeht – und der Beratungsstelle sogar noch einen Schritt entgegenkomm, indem er die Patenschaft für BBMeZ übernommen hat.

Darüber sind wir sehr froh“, sagt Petra Wulf-Lengner mit und fügt an: „Mit dem Bürgerschaftspräsidenten haben wir einen im sozialen Bereich sehr engagierten und fachkompetenten Paten gewonnen.“ Christian Weber war der Wunschpate der BBMeZ-Beratungstelle. „Er begegnet der Arbeit und den Menschen, die sich für die Betroffenen einsetzen mit sehr viel Wertschätzung. Das ist uns wichtig“, so Petra Wulf-Lengner weiter.

Die Zahl der Opfer nimmt zu. Daraus resultierend hat sich die Zahl der Gerichtsverfahren erhöht. Ebenfalls ist der Beratungsbedarf bei den zumeist jungen Frauen gestiegen. Im Jahr 2012 haben die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle im Haus der Diakonie 34 Frauen beraten und begleitet, in diesem Jahr sind es bislang 21 Betroffene, die Unterstützung durch BBMeZ erhalten. Für den Spätsommer wird der Auftakt eines großen Gerichtsverfahrens erwartet.

Weiterhin leistet die Beratungsstelle intensive Lobby- und Vernetzungsarbeit für die Betroffenen und gegen Menschenhandel. Petra Wulf-Lengner: „Wir erhoffen uns, dass mit der Unterstützung von Herrn Weber die Situation für die Betroffenen in Bremen weiter verbessert wird.“
Foto (von l.): Katharina Kähler, Beratung BBMeZ, Christian Weber, Petra Wulf-Lengner, Leitung Beratungszentrum, Angela Hesse, Diakonisches Werk.