Diakonie begrüßt geplanten qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung

20.12.2016

Die Diakonie Deutschland begrüßt ausdrücklich, dass der Bund mit der Aufstockung seines Investitionsprogrammes um mehr als eine Milliarde Euro den quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung über weitere vier Jahre hinweg finanziell fördern wird.

"Besonders zu begrüßen ist, dass diese Mittel jetzt auch für den Ausbau weiterer Angebote für Drei- bis Sechsjährige eingesetzt werden können, denn die Kleinen werden älter und brauchen dann weiterhin einen Kita-Platz. Somit geht die Schaffung von Plätzen für unter Dreijährige nicht mehr zu Lasten des Platzangebotes für die Drei- bis Sechsjährigen, wie es derzeit vielerorts zu beobachten ist", betont Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik.

Neben dem erheblichen quantitativen Ausbau sei es jetzt dringend erforderlich, in die Qualität der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung zu investieren. Der zu diesem Zweck zwischen Bund und Ländern laufende Diskurs hat im November 2016 mit der Veröffentlichung des Zwischenberichtes "Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern" einen vorläufigen Höhepunkt erlebt.

"Die gemeinsame Erklärung von Bund und Ländern, einen Qualitätsentwicklungsprozess zu führen und Ergebnisse gemeinsam umzusetzen, wird von der Diakonie ausdrücklich begrüßt", betont Loheide. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege, der bundesweit mehr als 9.000 Kindertageseinrichtungen zu seinen Mitgliedseinrichtungen zählt, sieht die Diakonie die dringende Notwendigkeit eines solchen Prozesses. "Mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehenden Bundestagswahlen appelliere ich deshalb an alle Parteien, die sich zukünftig in Regierungsverantwortung sehen, schon jetzt die Verbesserung der Qualität der Kindertagesbetreuung im Wahlprogramm aufzunehmen und diesen Prozess dann fortzuführen. Nur so ist es möglich, bundesweit vergleichbare Bedingungen des Aufwachsens für alle Kinder sicher zustellen und damit sinnvoll in die Zukunft unserer Gesellschaft zu investieren", bekräftigt Loheide die Forderungen der Diakonie.