Diakonie begrüßt Rücknahme der Kürzungen in Begegnungsstätten

21.11.2013

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bremen e.V. (LAG FW), in der die Träger der Begegnungsstätten zusammengeschlossen sind, begrüßt die Entscheidung der Koalitionsfraktionen, die geplante Kürzung der Zuschüsse an die Begegnungsstätten vom Tisch zu nehmen.

„Dies ist eine gute Entscheidung für unsere Einrichtungen“, betonen Arnold Knigge, Vorstandssprecher der LAG FW, und Hubert Resch, Vorsitzender des AMeB e.V. (Aktive Menschen Bremen), dem größten Träger von Begeg-nungsstätten in Bremen. Beide hatten nach Bekanntwerden der Kürzungspläne vor erneuten Kürzungen zu Lasten der Begegnungsstätten für Senioren gewarnt. Wären die Zuwendungen weiter um 61.000 Euro reduziert worden, hätte dies zwangsläufig Qualitätseinbußen zur Folge gehabt.

Die Senioren-Begegnungsstätten in Bremen sind seit Mitte der siebziger Jahre ein integraler Bestandteil der sozialen und kulturellen Arbeit für ältere Menschen in den Stadtteilen. Dieser Tradition fühle man sich nach wie vor verpflichtet, unterstreichen Knigge und Resch. Allerdings seien die heutigen Senioren anders als diejenigen, die vor 30 Jahren in Rente gingen. Sie seien im Durchschnitt höher gebildet und im Hinblick auf ihre Biographien, Familienbin-dungen und kulturellen Hintergründe wesentlich heterogener als damals. Sie seien im Durchschnitt wesentlich gesünder und infolgedessen auch mobiler und aktiver als früher. Vor diesem Hintergrund sei es notwendig, neue und zeitgemäße Angebotsformen auch für die kommenden Altersgenerationen zu entwickeln. „Unser Ziel bleibt es, die Begegnungsstätten als Orte der Begegnung zu erhalten, sie aber auch als Bildungsstätten zu begreifen und sie zu professionellen Fach- und Servicezentren im vorpflegerischen Feld umzubauen“.

Zusammen mit anderen Altenhilfestrukturen könnte so ein Netzwerk geschaffen werden, das es den alten Menschen ermögliche, möglichst lange in der eigenen Wohnung und im Stadtteil zu bleiben. An diesem auf die Zukunft gerichteten Ansatz, der viele Aktive ermutigt und motiviert habe, könnten die Begegnungsstätten nunmehr ohne drohende Kürzung ihrer Zuschüsse weiterarbeiten. Die Wohlfahrtsverbände als Träger der Be-gegnungsstätten seien bereit, die Einrichtungen im Dialog mit der Sozialsenatorin und den Stadtteilen weiterzuentwickeln.

Der LAG FW gehören die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, das Diakonische Werk, die Jüdische Gemeinde, der Paritätische sowie die Bremerhavener Volkshilfe an.