Diakonie Katastrophenhilfe weitet Unterstützung aus

17.02.2017

Humanitäre Hilfe in der Ostukraine weiterhin nötig

Vor Beginn der Münchener Sicherheitskonferenz, zu der auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erwartet wird, zeigt sich die Diakonie Katastrophenhilfe besorgt über die humanitäre Lage in der Ostukraine und weitet ihre Hilfe für die Zivilbevölkerung aus. „Die vor mehr als zwei Jahren vereinbarte Waffenruhe in der Ostukraine wird noch immer nicht eingehalten. Im Gegenteil, die Kämpfe haben sich in den vergangenen Wochen sogar wieder intensiviert. Die humanitäre Krise in der Ostukraine hält weiter an, auch wenn sie bei uns in der Berichterstattung nur noch eine Randnotiz ist“, sagt die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel.

Die Diakonie Katstrophenhilfe ist seit Beginn der Krise in der Ostukraine tätig und wird ihre Hilfe nun weiter ausbauen. Rund 34.000 Menschen sollen mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes in den nächsten zwei Jahren erreicht werden. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet im Grenzgebiet zwischen Russland und der Ukraine mit zwei erfahrenen lokalen Partnerorganisationen zusammen. Die Vertriebenen in der Region um Donezk erhalten Geldkarten, um dringend benötigte Waren einkaufen zu können, beispielsweise Winterkleidung oder Heizöfen. In der Pufferzone um Luhansk und Donezk liegt der Fokus, neben den schon lange laufenden Verteilungen von Lebensmitteln, Haushalts- und Hygieneartikeln, auf dem Ausbau von psychosozialer Unterstützung. Zusätzlich zur langfristigen Betreuung der Vertriebenen wird auch eine Akutversorgung angeboten. Mobile Teams mit Psychologen, Rechtsanwälten und Sozialarbeitern sind flexibel in den umkämpften Gebieten tätig, um der betroffenen Zivilbevölkerung schnell helfen zu können und die Menschen bei der Bewältigung ihrer Traumata zu unterstützen.

„Neben der Nothilfe ist es wichtig, den Blick in die Zukunft zu richten. Deshalb unterstützen wir Vertriebene in den Gebieten, in denen sie Schutz suchen, dabei, sich selbst ein Einkommen zu sichern. Das funktioniert allerdings nur in Regionen, in denen keine Kämpfe mehr stattfinden“, sagt der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe Martin Keßler. Im Rahmen des Projekts bietet die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihrem Partner beispielweise Bewerbungstrainings, Schulungen und Weiterbildungen an.

Bei den Kämpfen zwischen der ukrainischen Armee und der Separatistenbewegung sind im Osten der Ukraine in den vergangenen drei Jahren rund 10.000 Menschen ums Leben gekommen. 2,7 Millionen Menschen mussten seit Beginn der Kämpfe ihre Heimat verlassen, der Großteil von ihnen sucht Zuflucht im eigenen Land. Der Hilfsbedarf ist weiterhin immens, laut UN sind in der Ukraine fast 4 Millionen Menschen auf Humanitäre Hilfe angewiesen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Evangelische Bank,
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502;
BIC: GENODEF1EK1;
Stichwort: Ukraine-Krise
oder online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/


Caritas international, Freiburg
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02;
BIC: BFSWDE33KRL;
Stichwort: Nothilfe Ukraine
oder online unter: www.caritas-international.de