Diakonieprojekt gegen den Menschenhandel

16.08.2011

An einem europäischen Zweijahresprojekt zur Verhinderung von Menschenhandel, das jetzt auf den Weg gebracht wurde, beteiligt sich das Diakonische Werk Bremen.

Ziel ist die Bekämpfung des Menschenhandels zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft. In der zweijährigen Projektphase arbeiten Beratungs- und Präventionsstellen in den vier Städten Bremen,  Stuttgart, Oradea und Iasi (Rumänien).
 
Initiiert wurde das Projekt von der Ökumenischen Vereinigung von Kirchen in Rumänien AIDROM. Weitere Partner sind die Stiftung Lampas aus Rumänien und der Verein für Internationale Jugendarbeit, Landesverein Württemberg.

Verbandskoordinator Dr. Jürgen Stein, Diakonisches Werk Bremen, berichtet, dass die Bremer Beratungsstelle im Büro Beratung für Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution  (BBMeZ) des diakonischen Vereins für Innere Mission in die Arbeit einbezogen ist. Die BBMeZ ist Anlaufstelle für Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind und/oder zur Prostitution gezwungen wurden. Das jetzt gestartete Projekt befasst sich auch mit der Prävention von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung in anderen Bereichen (Landwirtschaft, dem Baugewerbe und der Hausarbeit …). Untersuchungen sollen zeigen, welche Themen hier besonders dringend zu bearbeiten sind.

Neben der konkreten Beratung von potenziellen Opfern Arbeitsbereichen mit ausbeuterischen Strukturen wollen die Projektpartner ein Netzwerk zwischen den verschiedenen Akteuren von Kirchen, Gewerkschaften, Nicht-Regierungs-Organisationen und öffentlichen Institutionen schaffen. Diese Akteure entwickeln ein Best-Practice-Verfahren gegen Ausbeutung, das in einer mehrsprachigen Broschüre zusammengefasst wird.

Eine Projektbeschreibung – zunächst noch ausschließlich in Englischer Sprache - steht zum download zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie hier >

Einen Vortrag zur Arbeit der Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsprostitution finden Sie hier>ISEC 2010The Project “An informed person is a protected one – Promoting best practices in prevention activities against trafficking for forced labor through an European network is coordinated by the Ecumenical Association of Churches in Romania (AIDRom). It is funded by the European Commission HOME ProgrammeThe views expressed and information provided by the project and the partners involved do not necessarily reflect the point of view of the European Commission and in no way fall under the responsibility of the European Commission.