Diakonisches Werk Bremen begrüßt 25-Prozent-Regelung

15.03.2013

Das Diakonische Werk Bremen, Unterstützer des Aktionsbündnisses Menschenrecht auf Wohnen, begrüßt, dass Bremen jetzt mit Neubau auch zu bezahlbaren Preisen ernst machen will. Dazu ist die 25 Prozent-Regelung zur Intensivierung des sozialen Wohnungsbaus sowie der Stärkung des sozialen Zusammenhalts in den Quartieren und der Stadt von großer Bedeutung.

Denn schon jetzt suchen Wohnungssuchende mit schmalem Konto erfolglos nach bezahlbarem Wohnraum, sagte Diakoniepfarrer Michael Schmidt und fügt an: "Wir engagieren uns gemeinsam für eine bessere und soziale Wohnungspolitik in Bremen, so dass jeder seinen Anspruch auf eine angemessene, menschenwürdige und bezahlbare Wohnung einlösen kann. Die 25-Prozent-Quote ist dafür eine Minimalvoraussetzung."

Joachim Barloschky vom Bündnis ergänzt, dass sich die Politik nun dringend mit der Situation des Wohnungsbestands befassen muss.  Barloschky: „Das bedeutet vor allem Maßnahmen gegen die Mietsteigerungen, insbesondere bei Neuvermietung, zu ergreifen. Ferner muss eine Strategie entwickelt werden, wie gegen die mangelnde Instandhaltung und fehlende Modernisierung bei den Finanzinvestoren vorgegangen werden kann. Und es müssen zusätzlich Belegungsbindungen verlängert beziehungsweise neue angekauft werden."

Das Aktionsbündnis beklagt, dass die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Bremen schon seit Jahren sehr angespannt ist. Besonders Mietwohnungen sind kaum zu bekommen und Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 weitere 14.000 Wohneinheiten fehlen werden beziehungsweise neu geschaffen werden müssten. So kommt es unter den Wohnungssuchenden mittlerweile zu einem regelrechten Verdrängungswettbewerb, bei dem dann besonders Menschen mit sozialen Schwierigkeiten und Unterstützungsbedarfen die Verlierer sind.