Die Ausbildungsbrücke Bremen wächst - Neue Patinnen und Paten gesucht

03.11.2015

Zwei neue Schulen durch die Kooperation mit dem Projekt Vahrer Ausbildungsweg – es werden noch ehrenamtliche Patinnen und Paten gesucht.


In der Vahr wurde der Grundstein für ein neues Projekt gelegt, das Jugendlichen die Chancen auf eine Ausbildung und einen gelungenen Start ins Berufsleben ermöglichen soll. Hierfür werden noch Patinnen und Paten gesucht.
Wie schreibe ich eine Bewerbung? Wo finde ich einen Praktikumsplatz? Welchen Beruf möchte ich erlernen? Ist mein Abschlusszeugnis ausreichend für diesen Beruf?
Diese und viele weitere Fragen stellen sich Jugendliche in den Abschlussklassen, aber haben oder finden häufig keine Antworten darauf. Um diese Jugendlichen bei ihrem Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen, wurde nun im Stadtteil Bremen-Vahr ein neues Projekt ins Leben gerufen.  Der „Vahrer Ausbildungsweg“ will die Chancen junger Menschen verbessern, erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Die „Ausbildungsbrücke Bremen“, die Teil der bundesweiten Initiative Patenmodell ist und seit 2009 in Bremen besteht, organisiert ehrenamtliche Patenschaften. Beide Initiativen kooperieren nun miteinander. Sie suchen gemeinsam nach Menschen, die bereit sind, Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn es um die Suche nach dem Wohin nach dem Schulabschluss geht.
An beiden Kooperationsschulen, den Oberschulen Kurt-Schumacher-Allee und Julius-Brecht-Allee, gibt es viele Jugendliche, die für eine Patenschaft in Frage kommen. Für beide Schulen werden deshalb nun weitere ehrenamtliche Patinnen und Paten, aber auch ehrenamtliche Nachhilfelehrer gesucht.
Die neue Kooperation sieht vor, dass sich das Team der Ausbildungsbrücke Bremen um die Strukturen kümmert. „Wer gerne als Pate aktiv werden möchte, der kann sich bei uns melden. Wir führen dann ein Einführungsgespräch. Später führen wir alle Beteiligten zusammen und dann wird es spannend, denn der Schüler sucht sich den Paten aus“, berichtet Uwe Labatzki, Koordinator bei der Ausbildungsbrücke. Natürlich werden auch die Eltern einbezogen. Eine solche Patenschaft kann durchaus mehrere Jahre dauern – vom Beginn in der Schule bis in den Übergang in den Beruf nach der Ausbildung. „Der Kontakt reißt eigentlich nie so richtig ab, wenn die Chemie einmal stimmt.“
Geeignet sei prinzipiell jeder, der Lust und Energie mitbringt, sich mit jungen Menschen auseinanderzusetzen. Die Paten erhalten durch die Koordinatoren der Ausbildungsbrücke Unterstützung bei den Patenschaften, sollte es Fragen oder auch mal Probleme geben. Sie können dabei auf ein bestehendes Netzwerk zurückgreifen. Desweiteren können sie an einer regelmäßigen Supervision teilnehmen.
Etwas Geduld und manchmal auch ein dickes Fell seien erforderlich, wenn Paten auf die heutigen Acht- und Neuntklässler träfen. Auch wenn es etwas Mühe koste: „Die Schüler sind immer sehr dankbar, wenn sich jemand Zeit für sie nimmt“, weiß Uwe Labatzki.
Quartiersmanager Dirk Stöver hofft auf breite Beteiligung. „Gerade Schüler, die über das Elternhaus nicht die nötige Beratung für einen passenden Beruf bekommen und aus sozial benachteiligten Verhältnissen kommen, können über eine Patenschaft profitieren.“ Zwar habe es in der Vergangenheit schon Jobbörsen gegeben, aber ein direkter Ansprechpartner sei viel besser.
Die neue Kooperation wird von der Sozialbehörde und dem Wohnungsbauunternehmen Gewoba finanziert. Auch Dr. Hans-Christoph Hoppensack, Vorsitzender der Bürgerstiftung Bremen, verspricht die finanzielle Unterstützung für ein neues Vorhaben durch die Bürgerstiftung.  „Die Netzwerke, die bisher zwischen Schulen und Firmen in der Vahr bestehen, sollen nun zusammengeführt werden“, sagt Petra Kurzhöfer von der Gewoba.


Wenn dies Ihr Interesse geweckt hat, können Sie sich direkt bei den Koordinatoren für die Schulen melden:


Oberschule Kurt-Schumacher-Allee:
Claudia Stybel: stybel@patenmodell.de


Oberschule Julius-Brecht-Allee:

Uwe Labatzki: labatzki@patenmodell.de


Weitere Informationen zur Ausbildungsbrücke erhalten Sie hier:

Internet: www.ausbildungsbruecke.patenmodell.de (Navigation: siehe Standort Bremen)
Facebook: www.facebook.com/patenmodell
Mail: bremen@patenmodell.de
Telefon: 0421/ 87 82 35 50