Die Geschichte der Partnerschaft mit Schäßburg

24.10.2015

Die Bremer Diakonie unterhält seit mehr als 40 Jahren eine Partnerschaft mit der Evangelischen Kirchengemeinde A.B. in Schäßburg (Sighisoara) in Siebenbürgen in Rumänien.

Für die Kirchengemeinde ist die Diakonie ein Schwerpunkt kirchlicher Arbeit. Vor 1989 wurde sie in gemeinsamer Verantwortung mit den traditionellen Nachbarschaften wahrgenommen. Die Notwendigkeit der Institutionalisierung ergab sich infolge der Ausdünnung der Gemeinschaft durch Auswanderungen am Anfang der 1990er Jahre. Bis zum Tod des Diktators Nicolae Ceausescu im Jahr 1989 duldete der Staat keine institutionellen Hilfen. Daher trat das Diakonische Werk damals noch nicht als Unterstützer auf - die organisierten Reisen galten offiziell als Privatreisen. Gemeinsam mit der Diakonie Bremen hat die Gemeinde in den 1990er Jahren eine soziale Infrastruktur in Schäßburg aufgebaut. Schwester Antje Rothwell wurde von 1993 bis 1997 vom Evangelischen Diakonissenmutterhaus in Bremen-Gröpelingen als Gemeindeschwester nach Schäßburg  entsendet, weil die institutionelle  sozialdiakonische Arbeit in Rumänien noch weitgehend unbekannt war. Gemeinsam gelang es in diesen Jahren, eine soziale Infrastruktur in Schäßburg zu schaffen. Es entstanden unter anderem das Seniorenheim „Pflegenest“ und die ambulante Pflege, die bis heute in den Dörfern rings um Schäßburg aktiv ist. Die Leiterin des Pflegenests achtet bei ihren Mitarbeitenden darauf, dass es sich um ausgebildete Kräfte handelt. Viele wurden in der Altenpflegeschule in Hermannstadt (Sibiu) nach EU-Standard ausgebildet.