Elisabeth Motschmann besucht "Allmende"

02.04.2015

Die bundesweite Initiative „Pro Arbeit“ der Diakonie hatte die Abgeordneten des Deutschen Bundestages eingeladen, sich über die Beschäftigungsträger und ihre Arbeit zu informieren. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist nach wie vor ein ungelöstes Problem unserer Gesellschaft, das auch im Wirtschaftsaufschwung der letzten Jahre nichts an Brisanz verloren hat.

Die „Allmende“ ist das soziale Möbellager der Projob Bremen gGmbH (Beschäftigungsträger und Tochtergesellschaft des Vereins für Innere Mission in Bremen). Seit fast zehn Jahren holen die Mitarbeitenden Möbel bei Spendern ab und stellen sie Bedürftigen kostenlos zur Verfügung. Das soziale Möbellager „Allmende“ wurde in Gröpelingen gegründet und ist vor kurzem in die Neustadt umgezogen.

Dort besuchte Elisabeth Motschmann, Mitglied des Deutschen Bundestages und Spitzenkandidatin der CDU für Bremen und Bremerhaven, am heutigen Gründonnerstag den Träger. Die bundesweite Initiative „Pro Arbeit“ der Diakonie hatte die Abgeordneten des Deutschen Bundestages eingeladen, sich über die Beschäftigungsträger und ihre Arbeit zu informieren. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist nach wie vor ein ungelöstes Problem unserer Gesellschaft, das auch im Wirtschaftsaufschwung der letzten Jahre nichts an Brisanz verloren hat.

Mit Thomas Tscheu, Geschäftsführer von Projob Bremen gGmbH, den Anleitern Jürgen Mades, Gernot Hett, der Sozialpädagogin Andrea Bierstedt und Dr. Jürgen Stein vom Diakonischen Werk Bremen diskutierte die Bremer Politikerin und Staatsrätin für Kultur a.D. über die Situation der Betroffenen und Strategien zu ihrer Unterstützung.

Die Vertreter von Projob und Diakonie wiesen dabei auf die geringe Planungssicherheit für Träger und die ungewisse Lage vieler Hilfeempfänger/innen hin, für die Maßnahmen und Angebote immer nur sehr kurzfristig bewilligt werden: Am Ende können in Bremen zugeteilte Gelder gar nicht ausgegeben werden und müssen an die Bundeskasse zurückgegeben werden. Es braucht dringend eine größere Kontinuität, denn ohne diese kann den Menschen nicht wirksam geholfen werden.

Die Diakonie vertritt außerdem das Konzept des Passiv-Aktiv-Transfers, in dem Mittel für Leistungen zum Lebensunterhalt in Unterstützung für reguläre Beschäftigung umgewandelt werden sollen. Elisabeth Motschmann sagte zu, die Anliegen der Beschäftigungsträger in die politischen Gremien einzubringen. Auch bot sie ihre Unterstützung bei der Vernetzung mit möglichen Kooperationspartnern an.