Ergebnis der Freimarktsammlung

11.11.2014

124 Freiwillige haben für die von Brot für die Welt unterstützte Organisation „SERUA“ in Brasilien auf dem Bremer Freimarkt Spenden gesammelt.

Insgesamt konnten die mehr als 100 Freiwilligen in diesem Jahr auf dem Bremer Freimarkt 10.903,44 Euro Spenden sammelt. Das Geld kommt (ohne Abzüge) der von Brot für die Welt unterstützten Organisation „SERUA“ in Brasilien zugute.

Auch, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien schon lange beendet ist, bleibt Brot für die Welt am Ball und kämpft an vielen Orten für bessere Lebensbedingungen. Die Spenden, die auf dem Bremer Freimarkt gesammelt wurden, werden der von Brot für die Welt unterstützten Organisation „SERUA“ in Brasilien dabei helfen, mit Fußball und Zirkus- und Ausbildungsprojekten Kindern und Jugendlichen aus den Slums Rio de Janeiros eine bessere Perspektive für ihr Leben zu geben. Durch den Sport erleben sie, dass man nur gemeinsam etwas schaffen kann und lernen die Fair-Play-Regeln für ein Leben ohne Gewalt.

 

 

Ein Beispiel der Arbeit von „SERUA“

Der Sportplatz von Cerro Corá ist nichts Besonderes: 20 mal 40 Meter Spielfläche aus Beton. Dahinter eine kleine Grünfläche. Doch es ist der einzige öffentliche Raum in der Favela Cerro Corá in Rio de Janeiro. Die von Brot für die Welt unterstützte Organisation SERUA, die sich der Heranwachsenden aus den Favelas annimmt, veranstaltet hier ein Fußballturnier.

Endlich geht es los. Gabriel Martins brüllt Anweisungen an seine Mitspieler. Der 13-Jährige ist der Kapitän seines Teams. Zuhause ist er das Findelkind, dem nur das Sofa zum Schlafen bleibt. Seine Adoptivmutter Jaqueline Martins dos Santos zieht ihn und ihre fünf eigenen Kinder alleine groß. Für das adoptierte Nesthäkchen bleibt oft nicht viel Zeit. Aufmerksamkeit bekommt Gabriel hauptsächlich bei SERUA. „Gabriel hat früher viel gestritten. Er war oft auf der Straße“, erzählt Jaqueline. „Aber draußen ist es gefährlich, das ist das Terrain der Banden.“ Deshalb ist die 45-Jährige froh, dass Gabriel bei SERUA Halt gefunden hat.

Jeden Nachmittag nach der Schule geht Gabriel ins Zentrum von SERUA oder zum Fußballtraining auf den Sportplatz. Er kickt, turnt, jongliert mit dem Diabolo, lernt im Informatikkurs mit dem Computer umzugehen und studiert sogar eine kleine Erzählung ein, die er bei den Auftritten von SERUA in Schulen vorlesen wird. „Hier fühle ich mich wohl“, sagt Gabriel. „Immer weiß jemand einen Rat. Das ist wie eine zweite Familie.“

 

Mit der Spende, die die Freimarktbesucherinnen- und besucher in die Sammeldosen von Brot für die Welt gegeben haben, wird so eine bessere Zukunft für Kinder wie Gabriel ermöglicht.

Organisiert wird die Freimarktsammlung für Brot für die Welt seit 48 Jahren von der Evangelisch-Freikirchlichen Kreuzgemeinde Bremen (Baptisten).