Eröffnung einer Trinkwasserstelle in Bremen

03.07.2015

Die Diakonie Bremen erinnert: auch die sanitäre Versorgung muss sicher und hygienisch zugänglich sein.


Für alle, die in der Innenstadt ohne Wasser sind, ist ab heute Trinkwasser zugänglich. In seiner Rede zur Eröffnung der ersten Trinkwasserstelle in Bremen für Menschen die wohnungslos sind, sagte Diakon und Streetworker Harald Schröder: „Bei der Verteilung der Einladungen für die Eröffnung der Trinkwasserstelle erzählte mir ein ehemaliger Obdachloser, dass das hier eine sehr wichtige und gute Sache ist. Als er obdachlos wurde, hat er bei Durst aus Pfützen trinken müssen“

Menschenrecht auf Wasser – Zugang ist besonders bei heißem Wetter erforderlich

Es gibt das Menschenrecht auf Wasser. Für die Eröffnung des ersten freien Trinkwasserzugangs in Bremen möchte die Diakonie Bremen der Vinzenzkonferenz Bremen und der Propsteigemeinde St. Johann herzlich danken.
In den kommenden Wochen wird die zweite Bremer Trinkwasserstelle an der Liebfrauenkirche gebaut, die Domgemeinde bereitet ebenfalls einen Trinkwasserbrunnen vor.
Es ist gut, dass die Trinkwasserversorgung für Menschen, die auf der Straße leben, von der katholischen und evangelischen Kirche in Bremen gesichert wird. Angesichts des heißen Wetters ist dies auch dringend erforderlich.

Sanitäre Versorgung nicht vergessen

Aber auch die sanitäre Versorgung darf dabei nicht vergessen werden. Die Diakonie Bremen erinnert daran, dass diese sicher und hygienisch zugänglich sein muss. „Frei zugängliche Sanitäranlagen gibt es in Bremen für Menschen, die in Obdachlosigkeit sind, nicht. Wer bei seiner Notdurft hinter Büschen erwischt wird, kann dafür mit 50 Euro Bußgeld bestraft werden“, betonte auch Schröder in seiner Rede. Was aber soll ein Mensch ohne Wohnung tun, wenn ihm nirgendwo eine saubere Möglichkeit geboten wird?