Finanzierung der Krankenpflege ist Aufgabe der Krankenkassen

09.07.2014

Diakonie erwartet Korrektur bei Kostenübernahme in Pflegeheimen

"Die Finanzierung der Krankenpflege ist eine der Kernaufgaben der Krankenkassen - unabhängig davon, wo der Mensch lebt", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Sie spricht sich dafür aus, im Zuge der aktuellen Pflegereform die Behandlungspflege in stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen wieder zurück in den Verantwortungsbereich der Krankenkassen zu verlagern.

Bei der Einführung der Pflegeversicherung war die medizinische Behandlungspflege, die z.B. die Bereitstellung von Medikamenten oder den Verbandswechsel umfasst, in die Pflegeversicherung verlagert worden, um die damals notleidenden Krankenkassen zu entlasten. "Dies ist heute nicht mehr der Fall, deshalb ist es ein guter Zeitpunkt für eine Korrektur." Loheide betont:

"Wo immer ein Versicherter medizinische Behandlungspflege benötigt, muss sie von den Krankenkassen getragen werden." Dieser Grundsatz müsse selbstverständlich auch für Menschen mit Behinderungen in einer Wohneinrichtung oder Werkstatt gelten.

 

Die aktuellen "Positionen der Diakonie zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung" finden Sie unter http://www.diakonie.de/05-2014-weiterentwicklung-der-pflegeversicherung-15055.html