Friedlicher Alternativgipfel gesperrt

28.11.2017

Treffen der Zivilgesellschaft vor EU-Afrika-Gipfel von Polizei abgebrochen

Heute Morgen hat die Polizei von Côte d‘Ivoire den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Alternativgipfels der Zivilgesellschaft den Zugang zu dem Veranstaltungsort verwehrt. Die Sperrung geschah ohne Angabe von Gründen, nach Angaben der Polizei auf Weisung „von hoher Stelle“. Reinhard Palm, Leiter der Afrika Abteilung von Brot für die Welt und Teilnehmer des Alternativgipfels sagt: „Nach zwei Tagen spannender und völlig friedlicher Diskussionen sollte heute eine Abschlusserklärung mit den Erwartungen und Forderungen der Zivilgesellschaft an den Gipfel verabschiedet werden. Ich bin völlig überrascht, dass dieses Treffen der Zivilgesellschaft nicht zu Ende geführt werden kann.“

 

Der Alternativgipfel, der unter anderem auch von Brot für die Welt und Misereor unterstützt wird, hatte am Sonntag begonnen. Im Vorfeld des EU-Afrika-Gipfels waren Nichtregierungsorganisationen und Basisbewegungen aus Afrika und Europa zusammengekommen, um ihre Forderungen für inklusive und gerechte Beziehungen zwischen Europa und Afrika zu formulieren.

 

An den beiden ersten Tagen des Gipfels hatten 400 Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen über gerechte Handelsbeziehungen, eine Migration mit menschlichem Antlitz und partizipative Regierungsführung diskutiert. Ein ursprünglich geplanter Marsch zum Protest gegen die Flüchtlingslager in Libyen war bereits von den ivorischen Behörden untersagt worden.