Hurrikan in Haiti: Tausende Menschen betroffen

05.10.2016

Diakonie Katastrophenhilfe leistet Soforthilfe.

Hurrikan „Matthew“ ist in Haiti auf Land getroffen. Der Sturm der zweithöchsten Kategorie und damit verbundene Regenfälle und Überflutungen haben schwere Schäden in dem Karibikstaat verursacht. In den besonders betroffenen Regionen leben rund eine Million Menschen. „Das vollständige Ausmaß der Katastrophe kann erst in den kommenden Stunden und Tagen abgeschätzt werden. Die besonders betroffene Region im Westen Haitis ist derzeit sehr schwierig zu erreichen. Die wichtigste Zufahrtsstraße von der Hauptstadt Port-au-Prince ist unpassierbar, da eine Brücke eingestürzt ist“, beschreibt Sylvie Savard, Leiterin des gemeinsamen Projektbüros von Diakonie Katastrophenhilfe und Lutherischem Weltbund, die Lage.

„Wir werden nun über die bergigen Nebenstraßen versuchen, die Gebiete zu erreichen. Unsere Mitarbeiter und Partner sind soweit wir absehen können nicht zu Schaden gekommen und können sofort aktiv werden. Es wird vor allem darum gehen, die Menschen mit sauberem Trinkwasser, notdürftigen Unterkünften und Hygieneartikeln zu versorgen, um eine Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden“, so Savard weiter.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit dem verheerenden Erdbeben im Land aktiv geblieben und gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnerorganisationen aus dem weltweiten Netzwerk der ACT Alliance (Action by Churches together) zur sofortigen Hilfe in der Lage. In Jacmel im Süden Haitis hat die Organisation Hygiene-Kits für 1.500 Familien sowie, Planen und Decken für 500 Familien eingelagert. Die Pakete liegen bereit und können sofort an die Menschen verteilt werden. Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt zunächst 180.000 Euro für die Opfer des Hurrikans zur Verfügung.

„Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Infrastruktur ist seit Jahrzehnten schwach, weswegen die Folgen des Erdbebens 2010 so schwer zu bewältigen waren. Das Land befindet sich auch sechs Jahre nach dem verheerenden Erdbeben noch immer im Wiederaufbau. Die Menschen in Haiti brauchen sofort Hilfe. Wir sind froh, dass wir über unsere Mitarbeiter und Partner sofort aktiv werden können. Daher bitten wir dringend um weitere Spenden für unsere Nothilfe in Haiti“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf:

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1.
Stichwort: Karibik Sturmhilfe
Oder online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/