Inklusives Lernprojekt „Längengrad Plus“ wird fortgeführt

10.09.2014

Das inklusive Lernprojekt „Längengrad Plus – Menschen und Tier“ ist in den Sommerferien gut angelaufen und soll nun noch bis Ende Oktober fortgeführt werden.

Bei diesem von der Aktion Mensch geförderten Projekt ermöglicht es die Diakonie Bremen Menschen mit und ohne Behinderung, das Leben an verschiedenen Orten entlang des Nord-Süd-Längengrades kennenzulernen.

Zwei inklusive Lerngruppen aus Erwachsenen und Jugendlichen sammeln bei ihren regelmäßigen Treffen Informationen über die  Regionen von Projektpartnern des Diakonischen Werks. Auf dem Weg vom Nordmeer bis ins südliche Afrika erfahren die Teilnehmer mehr über das Leben vor Ort und setzen sich mit den Themen kreativ auseinander. Material erhalten sie von den Partnerorganisationen des Diakonischen Werks Bremen, wie dem „Rat der Sami“ in der Region  Murmansk, vermittelt über die Bremer Lappland-Initiative, der Rehabilitationseinrichtung „SNA Suhag“ in Ägypten, der Menschenrechtsorganisation „AMAPROD“ in Mauretanien und der von Brot für die Welt geförderten christlichen Jugendorganisation „ACM Kwanza Sul“ in Angola. „Wir freuen uns darüber, dass das Projekt Längengrad Plus so gut angelaufen ist und hoffen dadurch die Partnerschaften lebendig zu gestalten“, sagt Dr. Jürgen Stein, Verbandskoordinator und stellvertretender Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bremen.

Forschertagebücher und ein Besuch des Klimahauses

In Bremen-Tenever haben sich Schülerinnen und Schüler im inklusiven Kunsttreff „Guck Mal“ zu einer Gruppe zusammengetan, um Informationen über die verschiedenen Regionen zu sammeln. Unter anderem haben die Teilnehmer bereits eigene Forschertagebücher angelegt, Modelle von Bremen gebastelt und Bilder von sich selbst ­­– halb in die eigene Kleidung und halb in eine Sami-Tracht gekleidet – gemalt. „Was den Kindern besonders gefällt, ist die Mischung aus Vorstellungsreisen und der kreativen Arbeit“, sagt Gruppenleiterin Vera Kameniw.

In Bremen-Lesum treffen sich acht Erwachsene im Alter von 18 bis 54 Jahren im Freizeithaus der Stiftung Friedehorst. Alle zwei Wochen kommen sie zusammen, um gemeinsam Informationen über die Regionen in Lappland, Angola, Italien, Ägypten und Mauretanien zusammenzutragen. „Wir sind sehr neugierig und fragen überall nach“, sagt Gruppenleiterin Ute Osterloh. So hat die Gruppe bereits das Naturerlebniszentrum „Botanika“ sowie das Klimahaus in Bremerhaven besucht, zahlreiche Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen und im Internet recherchiert. Aber auch das Kreative kommt nicht zu kurz. So arbeitet die Gruppe gerade an Plakaten zur Vorstellung der verschiedenen Regionen.

Die Ergebnisse beider Gruppen werden am Ende im Rahmen einer Ausstellung präsentiert und sollen auch in leichter Sprache für Menschen mit Lernschwierigkeiten aufbereitet werden. Kooperationspartner des Projekts sind die Stiftung Friedehorst und die St. Petri Kinder- und Jugendhilfe.