Kunstvermittlung für blinde und sehbehinderte Besucher der Kunsthalle

18.02.2015

Projekt der Diakonie Bremen zum Ausbau der barrierefreien Kunst- und Kulturangebote.

Die Diakonie Bremen hat erfolgreich mit einem neuen Projekt begonnen, bei dem durch Kooperation mit verschiedenen Museen barrierefreie Kunst- und Kulturangebote in Bremen für Menschen mit Sehschädigung weiter ausgebaut werden sollen. Mit ihrem Jahresthema "Inklusion" will die Diakonie ermuntern, beim Abbau von Teilhabebarrieren aktiv mitzumachen. Das neue Projekt unter dem Motto „Mosaike der Inklusion“ der Diakonie Bremen soll einen weiteren Mosaik-Stein auf dem Weg der Inklusion beitragen – die Kunstvermittlung für blinde und sehbehinderte Menschen.

Als erstes Angebot des Projekts hat am Dienstag, 17. Februar, ab 18.30 Uhr eine Führung für blinde und sehbehinderte Menschen in der Kunsthalle Bremen stattgefunden. Die Gruppe von etwa 20 Personen wurde geteilt, so dass die beiden GruppenführerDina Koper und Rainer Kosubeck auf jeden Teilnehmenden eingehen konnten. Die Bilder wurden beschrieben und konnten anhand von nachgezeichneten Bildern ertastet werden. Zwei Skulpturen durften ebenso berührt werden, wie ein nachgestelltes Stillleben. 

Für die Kunsthalle Bremen war das Angebot ein Probelauf, bei dem das neue Konzept für Veranstaltungen dieser Art getestet werden sollte. Es war ein voller Erfolg - die Teilnehmenden waren begeistert und erkundigten sich direkt danach, ob es weitere solche Angebote geben wird. Die Diakonie Bremen plant, noch weitere barrierefreie Kunst- und Kulturangebote in Bremen für Menschen mit Sehschädigung anzubieten.