Längengrad des Lebens

03.02.2015

Bei dem von der Aktion Mensch geförderten inklusiven Lernprojekt „Längengrad des Lebens“ ermöglichte es die Diakonie Bremen Menschen mit und ohne Behinderung, das Leben an verschiedenen Orten entlang des Nord-Süd-Längengrades kennenzulernen.

 Das Diakonische Werk Bremen und das Mütterzentrum Osterholz-Tenever zeigen gemeinsam im Rahmen des Projekts „Längengrad des Lebens“ am Mittwoch, 11. Februar 2015, ab 16 Uhr im Ote-Saal, Otto-Brenner-Allee 44-46, die Tonbild-Reportage von Günter und Margret Böttcher „Russisch-Lappland heute“. An die Vorführung schließt eine gemeinsame Diskussion an. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Über das Projekt „Längengrad des Lebens“

Bei dem von der Aktion Mensch geförderten inklusiven Lernprojekt „Längengrad des Lebens“ ermöglichte es die Diakonie Bremen Menschen mit und ohne Behinderung, das Leben an verschiedenen Orten entlang des Nord-Süd-Längengrades kennenzulernen. Zwei inklusive Lerngruppen aus Erwachsenen und Jugendlichen haben bei ihren regelmäßigen Treffen Informationen über die  Regionen von Projektpartnern des Diakonischen Werks gesammelt. Auf dem Weg vom Nordmeer bis ins südliche Afrika erfuhren die Teilnehmer mehr über das Leben vor Ort und setzen sich mit den Themen kreativ auseinander. Material haben sie von den Partnerorganisationen des Diakonischen Werks Bremen erhalten, wie dem „Rat der Sámi“ in der Region  Murmansk, vermittelt über die Bremer Lappland-Initiative, der Rehabilitationseinrichtung „SNA Suhag“ in Ägypten, der Menschenrechtsorganisation „AMAPROD“ in Mauretanien und der von Brot für die Welt geförderten christlichen Jugendorganisation „ACM Kwanza Sul“ in Angola.

Über Günter und Margret Böttchers Tonbild-Reportage

Günter Böttcher, Fotograf aus Bremen, seit 1985 Reisender mit speziellem Anliegen Lappland und Vorsitzender der Lappland-Initiative Bremen e.V., gibt in seiner viel beachteten Tonbildreportage „Russisch-Lappland heute“ Einblicke in die bedrohte Kultur der Sámi in Russisch-Lappland auf der Kola-Halbinsel.

Gezeigt werden Bilder vom leuchtenden Herbst (hier unter der Bezeichnung „Indianersommer“ bekannt) und von Nordlichtern in Lappland, die in der Polarnacht bei Temperaturen bis -48°C fotografiert wurden. Gezeigt werden aber auch Bilder von den sámischen Menschen, die in dieser Region wohnen; von sámischen Kindern und vom Kultur- und Arbeitsleben der Sámi.

Günter und Margret Böttcher haben die Menschen in ihren Häusern, in den Schulen und Werkstätten besucht und sie bei ihren Kunsthandwerklichen Arbeiten, wie der Herstellung von Teilen ihrer Tracht, fotografiert.

Das in Lappland-Aufenthalten erworbene Wissen über die reale Situation des Landes, seine vom Aussterben bedrohte Kultur und das Bewusstsein für seine reiche, empfindsame Natur möchte das Ehepaar Böttcher mit dieser Tonbildreportage weiterbermitteln. 

Über „Rettet die sámische Kultur in Russisch-Lappland

„Rettet die sámische Kultur in Russisch-Lappland“ ist ein Hilfsprogramm für die russischen Sámi auf der Kola-Halbinsel. Schirmherrin ist Dr. Helga Trüpel, MdEP.

Spendenkonto: Diakonisches Werk Bremen e.V., Sparkasse Bremen, IBAN: DE 48 290 50 10 10 00 10 61 712, Stichwort: "Russisch-Lappland"