Mehr bezahlbarer Wohnraum für obdachlose Bremer und obdachlose Flüchtlinge

09.10.2015

Diakonie unterstützt Forderungen des Aktionsbündnisses Menschenrecht auf Wohnen

Beim Treffen des Aktionsbündnisses Menschenrecht auf Wohnen am vergangenen Montag wurden wieder einmal die Positionen des Aktionsbündnisses diskutiert. Klar ist: Es muss jetzt etwas geschehen, damit es mehr bezahlbaren Wohnraum in Bremen gibt. Dafür setzt sich auch die Diakonie Bremen ein und unterstützt die Forderungen des Aktionsbündnisses Menschenrecht auf Wohnen.
"Wir engagieren uns gemeinsam mit dem Aktionsbündnis für eine bessere und soziale Wohnungspolitik in Bremen, so dass jeder seinen Anspruch auf eine angemessene, menschenwürdige und bezahlbare Wohnung einlösen kann“, so Manfred Meyer, Landesdiakoniepfarrer und Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bremen e.V. Die Wohnungsnot ist in Bremen schon lange ein Problem. Durch die Flüchtlingsfrage verschärft sich die Wohnungsnot noch weiter. Dies sei, so das Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen, Ausdruck einer seit langem gewachsenen sozialen Schieflage im Land Bremen. Meyer betont: „Eine menschenwürdige Unterkunft ist für alle Obdachlosen - also obdachlose Bremerinnen und Bremer sowie Flüchtlinge – eine dringende Notwendigkeit. Bezahlbaren Wohnraum sicherzustellen ist eine gesellschaftliche Verantwortung.“ Denn: Das Menschenrecht auf Wohnen gilt für alle.
Unter anderem fordert das Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen neben dem Fortsetzen des sozialen Wohnungsbaus mit der 25-Prozent-Quote zusätzlich auch ein Kommunales Wohnungsbauprogramm, bei dem die Wohnungen im Besitz der Stadt bleiben. Alle Akteure sollten sich zusammen für mehr bezahlbaren Wohnraum in Bremen einsetzen.

„Nur gemeinsam kann das Ziel erreicht werden, den etwa 600 obdachlosen Bremerinnen und Bremer sowie den etwa 10.000 Flüchtlingen in Bremen ein menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen zu ermöglichen“, betont auch Meyer. So begrüßt es Meyer, dass die Bremische Evangelische Kirche in Gesprächen mit den Gemeinden und senatorischen Behörden ist, um Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in den Gebäuden der Kirchengemeinden zu schaffen.