Mit einer Brille für virtuelle Realität Barrieren überwinden

16.11.2017

Beim Treffen der europäischen Partnerschaft „Art of Inclusion“ in Rumänien stand unter anderem ein Besuch des Schlosses Bran in Siebenbürgen auf dem Programm. „Diese geheimnisumwobene Burg in Transsilvanien - das Schloss von Dracula, wie es heißt – ist leider nicht barrierefrei zu erreichen und besichtigen“, sagt Verbandskoordinator Dr. Jürgen Stein. Allerdings haben sich die rumänischen Gastgeber für die Rollstuhlfahrer etwas ganz Besonderes ausgedacht...

Die Rollstuhlfahrer bekamen eine Brille für virtuelle Realität und die anderen Gruppenmitglieder filmten mit ihren Handys im Schloß. So konnten die Rollstuhlfahrer zwar das Schloss nicht selbst besichtigen, waren aber auch nicht vollkommen von der Aktivität ausgeschlossen. „Es war ein Experiment, aber ich denke, diese Erfahrung könnte man auch zum Beispiel auf Behördengänge in nicht-barrierefreien Gebäuden übertragen. Wichtig ist dabei aber, dass die Brille nicht die Bemühungen um Barrierefreiheit ausbremst“, betont Dr. Stein. Lediglich an Orten die unter keinen Umständen barrierefrei gestaltet werden können, sei die Brille eine Option. „Erstes Ziel muss immer die Barrierefreiheit – und auch der persönliche Kontakt - sein.“