Pressekonferenz des Aktionsbündnisses Menschenrecht auf Wohnen

22.11.2016

Auf dem von 40 Betroffenen und Engagierten besuchten November-Plenum des Bremer Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen gab es nicht nur Ernüchterung angesichts der vom Bauressort bekanntgegebenen Daten über die Anzahl fertiggestellter geförderter Wohnungen (519 bis Ende 2017 – statt der selbst beschlossenen Zielsetzung von 1750 Wohnungen bis dahin).


Es war nicht nur Ernüchterung; es war Unmut und Empörung, die sich sich breit machte.

Wir wollen deutlich machen, dass es an bezahlbaren Wohnraum fehlt und entsprechende Korrekturen von der Politik einfordern.

Außerdem nehmen wir Stellung zu jüngsten Gerichtsbeschlüssen, die unsere Position bestätigen, dass die Neufestlegung der Kosten der Unterkunft für Bremen schon seit Anfang 2016 fällig ist. Und dringend angepasst werden muss. Auch hier wieder Vertröstung seitens der Politik auf Sommer 2017.

Auch wollen wir auf aktuelle Entwicklungen in den Schlichtwohnungs-Quartieren aufmerksam machen. Die Gefahr, dass hier günstiger einfacher Wohnraum gegen den Willen der bisherigen Mieter*innen durch die Vonovia vernichtet wird, nimmt zu.
Auf der Sitzung der Bau-Deputattion am 24.11. wird es genau um die Zukunft gehen der Holsteiner Str. (Walle), Am Sacksdammm / Alte Landwehr (Sebaldsbrück) und Reihersiedlung (Oslebshausen)
Deshalb werden Mieter*innen dieser Quartiere sowie Menschen, die eine bezahlbare Wohnung brauchen und auch das Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen die Deputation begleiten.

 

Das Aktionsbündnis wird von der Diakonie Bremen unterstützt.