Rechtspopulismus und Stammtischparolen

25.02.2016

Fachtagung der Diakonie Deutschland in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Bremen

Diakonie Deutschland und Diakonie Bremen laden alle Interessierten herzlich zu einer Tagung zum Thema „ Rechtspopulismus und Stammtischparolen“ am Dienstag, 5. April, 9.30 bis 16 Uhr, im Domkapitelsaal, Domsheide 8, in Bremen ein. Anmeldungen bis zum 25. März 2016 an 0421/33809979 oder roettger@kirche-bremen.de.

Das umfangreiche Programm an diesem Tag enthält unter anderem einen Vortrag von Henning Flad, Diakonie Deutschland, zum Thema „Die Gewaltwelle gegen Flüchtlinge und ihre StichwortgeberInnen“ sowie einen Vortrag von Dr. Ingmar Dette, Projektleiter „Demokratie gewinnt!“, zu „diakonische Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Diskriminierung“. Außerdem wird es ein Training zum „Argumentieren gegen Stammtischparolen“ mit Wiebke Eltze und Eva Prausner, Licht-Blicke. Netzwerk für Demokratie, geben.

„Wir als Diakonie Bremen begrüßen es sehr, dass diese Tagung in Bremen stattfinden wird. Gerade im Umgang mit Rechtspopulismus ist es wichtig, durch Differenzierung der Sachverhalte zu einer sachlichen Diskussion zu kommen. Einen Beitrag dazu wird diese Veranstaltung liefern“, so Manfred Meyer, Landesdiakoniepastor und Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bremen e.V. 

Hintergrund
Seit einigen Monaten erleben wir eine große Bereitschaft, sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Täglich melden sich Menschen jeden Alters, die einen Beitrag leisten wollen, Geflüchtete willkommen zu heißen und ihnen den Start in einem fremden Land zu erleichtern. Auf der anderen Seite kommt es in Deutschland in diesen Tagen fast täglich zu Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und zu anderen Übergriffen.
Gleichzeitig eskaliert der Tonfall im rechtsextremen und rechtspopulistischen Milieu, Teilnahmezahlen an rechtspopu¬listischen Kundgebungen steigen stark an. Auch in Bremen gibt es rechte Aktivitäten, aber ebenso eine aktive Zivilgesell¬schaft, Bündnisse, und auch in der aufsuchenden Sozialar¬beit wie in Beratungsstellen viel Engagement für Demokratie.
Wir wollen mehr über die konkrete Vorgehens- und Denkwei¬se von Menschen wissen, die für rechte Parolen empfänglich sein könnten bzw. diese interessengeleitet in die Welt setzen. Wer sind die wichtigsten Akteure des neuen Rechtspopulis¬mus? Wie sieht es mit menschenfeindlichem Gedankengut unter Kirchenmitgliedern aus? Wie argumentiere ich gegen Stammtischparolen? Und was können Diakonie und Kirche, was können wir alle zur Stärkung von Demokratie tun, gerade auch im Bereich des freiwilligen Engagements? Einen Beitrag dazu soll diese Veranstaltung liefern.

 

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