Stadt, Land, Fluss - Wie Flüsse unser Leben prägen in Bremen und weltweit

01.02.2018

Brot für die Welt lädt ein zum Weltwassertag

„Unser Fokus beim diesjährigen Weltwassertag liegt auf dem Thema  Flüsse, denn Flüsse sind Lebensadern, Transportwege, Grenzen, Erinnerungsorte, Energieträger und sie sichern die Ernährung“, betont Christina Hübner, Bildungsreferentin für ökumenische Diakonie in Bremen. Brot für die Welt lädt am Weltwassertag zu einer kostenlosen Führung durchs Wasserkraftwerk Weserwehr (um Anmeldung wird gebeten) und einem Vortrag in der Gemeinde Alt-Hastedt (keine Anmeldung nötig) ein, um über das Thema Flüsse in Bremen und weltweit zu informieren.

„Für Bremen ist die Weser natürlich prägend“, sagt Hübner. So ist Bremen auf der Weserdüne bewusst erbaut worden, um diese Lebensadern für die Hanse-Stadt zu gewährleisten. „Durch die Verbindung zur Nordsee war die Weser lange Zeit eine Grundlage für den Reichtum der Stadt“, betont die Bildungsreferentin. Heute ist die Weser auch für viele Sportarten, die in Bremen ausgeübt werden, wie Rudern, Segeln oder Schwimmen relevant. So prägt die Weser auch die Freizeit vieler Bremer.
Und auch als Energielieferant ist die Weser für Bremen von besonderer Bedeutung. „Deshalb besuchen wir am Weltwassertag das Wasserkraftwerk am Weserwehr, um uns näher über diese wichtige Aufgabe des Flusses zu informieren“, so Hübner.

Auch, wenn die Weser das Leben in Bremen positiv prägt und sie eine Art Lebensader der Stadt ist – weltweit können Flüsse auch als Konfliktherde dienen. So sagte ein ägyptischer Staatsmann in den 50er Jahren: „Wer mit Nilwasser spielt, erklärt uns den Krieg“ – was die große Bedeutung des Flusses betont. „Der Umgang mit dem Wasser birgt in vielen Regionen unserer Welt Konfliktpotential“, betont die Bildungsreferentin. Um auch diese Perspektive aufzugreifen, wird sich der Impulsvortrag von Christina Hübner am Weltwassertag in der Gemeinde Alt-Hastedt um den Mekong drehen. Dieser Fluss fließt als größter Fluss Asiens über 4300 Kilometer vom tibetischen Hochland bis zum südchinesischen Meer in Vietnam.  Der Mekong ist der fischreichste Fluss der Erde und mit drei Reisernten im Jahr gleichzeitig die „Reiskammer Asiens“. Trotz der segensreichen Überschwemmungen, die die Reisernten erst ermöglichen, ist der Mekong auch stark verschmutzt. Das Wasser des Mekong ist nicht zum Waschen, Kochen oder Trinken geeignet. Das liegt unter anderem an den herkömmlichen Fischfarmen, die Antibiotika nutzen, was der Wasserqualität sehr zusetzt. „In einem Projekt von Brot für die Welt erhalten die Menschen Betontanks, um Regenwasser aufzufangen“, so die Bildungsreferentin. Bei diesem Projekt „Eine saubere Lösung“ geht es neben der Bereitstellung von sauberem Wasser auch um die Aufklärung zum Thema Hygiene. Näheres zu diesem Projekt wird die Bildungsreferentin auch beim Weltwassertag in der Gemeinde Alt-Hastedt erzählen. 

Jetzt mehr erfahren und für die kostenlose Führung durch das Wasserkraftwerk Weserwehr anmelden: www.diakonie-bremen.de/weltwassertag



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