Tabakhandel als Mosaik

07.11.2013

Das Diakonische Werk eröffnet sein EU-Projekt zum gemeinsamen Lernen mit und über Mosaike. Michael Brandt – Oldenburgische Landschaft – informierte über das große Mosaik in der Bremer Bahnhofshalle. 1957 wurde es von einem belgischen Künstler für diesen Platz geschaffen, in Auftrag gegeben vom Bremer Tabakwarenhersteller Brinkmann.

Lange Jahre von anderer Werbung verdeckt, ist es seit der Bahnhofssanierung wieder zu sehen und wirft einen Blick zurück auf Bremer Handel und Wandel in den 1950er Jahre. Die Bilder zeigen: Tabak wächst in Indonesien, Griechenland (Säulenstück als Symbol, linkes Wandbild), der Karibik und Südamerika (rechts Wandbild). Das mittlere Bild über Bremen zeigt die Hafentechnik der 50er Jahre mit Stückgutkränen, Ballen und Fässern und den damals modernsten Frachtschifftyp. Der Matrose bringt eine Maske aus fernen Ländern mit (vielleicht als Gabe für das Überseemuseum – aber ein heute kritisch gesehener „Andenkentourismus“). Die Bremer Hauptbahnhofshalle und  ist barrierefrei zugänglich, Aufzüge führen links und rechts auf die Emporen, von denen man einen sehr guten Blick auf das Mosaik hat. „Im Projekt Mosaike der Inklusion wollen wir noch viel über die Mosaikkunst in unserer Stadt und Europa lernen“, sagt Jürgen Stein (Diakonisches Werk Bremen), „dabei machen Menschen mit Behinderungen mit“.