Vertreterinnen der Sozialstation in Riga zu Besuch

13.01.2016

In Lettland ist es für viele Menschen schwer, ausreichend versorgt zu werden, wenn sie arm, alt oder krank sind. Hier hilft die Ambulante Sozialstation der Jesus-Gemeinde. Vier Vertreterinnen der Diakoniestation sind zurzeit in Bremen, um die Partnerschaft zu pflegen und von ihrer Arbeit in Riga zu berichten.

© Gruse/Diakonie

„Ich bin froh, dass wir als Diakonisches Werk Bremen mit der Gemeinde Unser Lieben Frauen die Partnerschaft mit der evangelisch-lutherischen Jesus-Gemeinde in Riga seit vielen Jahren pflegen“, so Manfred Meyer, Landesdiakoniepastor und Geschäftsführer des diakonischen Werks Bremen e.V.

Ilze Kolma, Dzintra Rone, Skaiorite Mezecka und Jolanta Cukure beschrieben bei einem Treffen in den Räumen des Diakonischen Werks Bremen die Arbeit der Sozialstation mit vier Oberbegriffen: geistliche, praktische, medizinische Betreuung und betreutes Wohnen. Nur mit Hilfe von etwa 35 Ehrenamtlichen seien diese vier Felder umsetzbar. So gebe es zum Beispiel Andachten, Seelsorge, Krankenhausbesuche, Lebensmittelpäckchen, eine Ambulanz, eine Kleiderkammer, einen Kindergarten und ein Altenheim für sechs ältere Damen aus der Gemeinde. „Abgesehen vom Altenheim richten sich alle unsere Angebote an alle, die Hilfe suchen“, so Ilze Kolma.

Die Armut sei ein großes Problem, besonders für ältere Menschen, die alleine leben, so Kolma. „Entweder kaufe ich diesen Monat Medikamente oder Essen“ – vor dieser Wahl wohl einige Menschen in der Ambulanz des Öfteren stehen.  

Viele der Angebote werden durch Spenden finanziert. So habe die Ambulanz zum Beispiel Rollstühle und Gehhilfen für die Bedürftigen vorrätig. Einen besonderen Dank sprach Kolma auch für das Auto aus, welches unter anderem durch Spenden des Diakonischen Werks Bremen mitfinanziert wurde. „Das bedeutet uns sehr viel. Denn ohne Auto wäre es schwer, schnell irgendwo hinzufahren oder ältere Damen aus dem Krankenhaus abzuholen.“