Viel Unterstützung für Bremer Seniorenbegegnungsstätten

18.03.2015

Im vollbesetzten Saal der Martin -Luther-Gemeinde Findorff zeigten sich die Bürgerschaftskandidat/innen Sigrid Grönert (CDU), Petra Kettler (Grüne) und Klaus Möhle (SPD) beeindruckt vom Engagement der älteren Menschen in Bremen für die Seniorenbegegnungsstätten.

Bei der gestrigen Podiumsdiskussion zum Thema „Miteinander und mittendrin, die Zukunft der Seniorenbegegnungsstätten – auf dem Weg zu einem Bremer Modell?!“, zu der die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG) eingeladen hatte,  versprachen die anwesenden Bürgerschaftskandidaten/innen, Kürzungen bei der Förderung der Seniorenbegegnungsstätten zu verhindern und für Verbesserungen –insbesondere bei der personellen Ausstattung – einzutreten. Sie verwiesen auch auf entsprechende Aussagen in den Wahlprogrammen ihrer Parteien.


„Die Senioren-Begegnungsstätten in Bremen sind wichtig, weil sie für vier große B's sorgen: Für Begegnung, Bewegung, Bildung und Beratung“, sagte LAG-Sprecher Dr. Arnold Knigge und benannte damit den Kern der Programme und Aufgabenstellungen der Begegnungsstätten in den Bremer Stadtteilen. Und dies müsse im Zusammenhang mit anderen Angeboten in den Stadtteilen weitergeführt werden. Viele Stimmen von Besucher/innen machten deutlich, wie wichtig dies für ein selbstständiges Leben im Alter ist und dass sie diese Angebote selbstbestimmt weiterentwickeln wollen. Für die Beiräte in Hemelingen und Findorff verdeutlichten Gabriele Bredow und August Kötter die Bedeutung dieser Zentren, die auch für das „kleine Portemonnaie“ vielfältige Angebote vorhalten und den Besucher/innen Gelegenheiten zum freiwilligen Engagement für sich und für andere bieten. „Die Seniorenbegnungsstätten brauchen einen festen Platz in der Stadt und dürfen nicht zur Disposition gestellt werden,“ betonte Manfred Meyer, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bremen und Vorstandsmitglied der LAG.

Während der Diskussion betonten die anwesenden älteren Menschen auch, dass sie jederzeit zur Weiterentwicklung der Einrichtungen in den Stadtteilen bereit seien, denn dies entspreche ihren eigenen Wünschen. Sie wollen mehr und auch viele verschiedene Menschen als Besucher/innen gewinnen – so zum Beispiel auch Männer stärker für den Besuch interessieren und über Generationsgrenzen hinweg aktiv sein. Angebote, wie Hausbesuche, barrierefreie Treffs in Wohneinrichtungen und Stiftungsdörfern, seien auch wichtig, ein nahgelegener Anlaufpunkt mit einem verlässlichen und abwechslungsreichen Programm gebe aber ebenfalls viele Anregungen, erhalte Gesundheit und Lebensfreude. Gerne würde man auch von anderen Städten Impulse aufnehmen – von zentraler Bedeutung sei aber die Möglichkeit, im Stadtteil selbst zu bestimmen, was in welcher Weise unternommen und angeboten wird.

Die Politiker/innen versprachen abschließend noch einmal, sich für die Belange und die verbesserte Ausstattung der Begegnungsstätten einzusetzen. Die älteren Menschen in Bremen werden sie an dieser Zusage vor und nach der Wahl messen.