Was hat meine Tomate mit Flucht zu tun?

14.06.2018

Einladung zur Ausstellungsreise

Die Gemeinde Alt-Hastedt ist seit Beginn dieses Jahres die erste Partnergemeinde von Brot für die Welt in Bremen. Als Partnergemeinde widmet sie sich mit besonderem Interesse entwicklungspolitischen Themen und versucht diese in der Gemeinde und darüber hinaus bekannt zu machen. Auch ist die Gemeinde Alt-Hastedt ein zentraler Veranstaltungsort für Brot für die Welt. Auch ist sie somit einer der Orte der neuen Ausstellungsreise von Brot für die Welt.  

Was ist eine Ausstellungsreise?

Brot für die Welt bildet auf Bundesebene gemeinsam mit der Diakonie und der Diakonie Katastrophenhilfe das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V., kurz EWDE. Regional gehören die Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt zum Diakonischen Werk Bremen e.V. In diesem Herbst präsentieren sich die drei Schwester-Organisationen erstmal im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellungsreise. Diese hat die Bremer Bildungsreferentin für ökumenische Diakonie, Christina Hübner, selbst konzipiert - indem sie erstmal drei bestehende Ausstellungen zu den Themen Wasser, Flucht und Katastrophenhilfe in drei Bremer Gemeinden kombiniert. Die Ausstellungen „Will leben - Willkommen“, „Wasser für alle“ und „Soforthilfe“ können einzeln oder im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellungsreise besucht werden. Dabei führt die Bildungsreferentin für ökumenische Diakonie durch die Ausstellungen und spaziert gemeinsam mit den Interessierten die Wege zwischen den Gemeinden Alt-Hastedt, Auferstehungsgemeinde und Friedensgemeinde. Für die Ausstellungsreise müssen etwa zweieinhalb Stunden eingeplant werden.

Was ist der Hintergrund der Ausstellungen?

Die drei Ausstellungen befassen sich mit den wichtigen Themen Wasserstress als Ursache, Flucht und Migration als Folge und auch Katastrophen-Hilfe vor Ort als einen Teil der Lösung. Doch warum lautet der Titel: Was hat unsere Tomate mit Flucht zu tun? Die Geschichte der Menschheit lässt sich ohne Migration innerhalb und außerhalb von Ländergrenzen und Kontinenten nicht vorstellen. Die Gründe sind vielfältig: Kriege, Verfolgung, Terror, Hunger und Perspektivlosigkeit werden dabei fast immer an erster Stelle genannt. Oft bleibt dabei vergessen, dass auch anhaltende ökologisch-klimatische Bedingungen wie Wasserverschmutzung, Dürre und Wasserknappheit eine Rolle bei der Entscheidung spielen, die Heimat zu verlassen. Was das mit unserer Tomate hier in Deutschland zu tun hat? In Deutschland liegt das Wasser der Welt im Einkaufskorb. Denn etwa 20 Prozent des weltweit in der Landwirtschaft eingesetzten Wassers wird nicht in den jeweiligen Herstellerländern konsumiert, sondern in „virtueller“ Form ins Ausland exportiert - auch nach Deutschland. Ob der Kaffee am Morgen, das Rindersteak oder die Fertigpizza, in der Hälfte unserer Nahrungs- und Genussmittel versteckt sich Wasser, das in anderen Ländern für Anbau und Verarbeitung verwendet wurde. Im schlimmsten Fall in einem Land, das sich in einer Wasserkrise befindet. Deshalb lädt das Diakonische Werk Bremen Sie zum Nachdenken über ein Thema ein, das uns alle angeht: Unternehmen Sie die Ausstellungsreise durch die drei Bremer Gemeinden – alleine oder angeleitet von der Bildungsreferentin für ökumenische Diakonie. 

Wann findet die Ausstellungsreise statt?

Sie möchten sich gemeinsam auf den Weg machen? Auf einem Spaziergang von etwa zweieinhalb Stunden lernen sie angeleitet von der Bildungsreferentin gemeinsam mehr über die Themen Flucht, Migration und Wasserstress, aber auch über Katastrophen-Hilfe vor Ort. Dabei geht es vor allem darum, selbst mal etwas auszuprobieren, Fragen zu stellen und als besonderes Highlight in ein echtes Hilfspaket der Diakonie-Katastrophenhilfe hinein zu schauen. Die Rundgänge beginnen in der Bremer Friedensgemeinde, nehmen ihren Weg über die Gemeinde Alt-Hastedt und enden schließlich in der Auferstehungsgemeinde. Die Teilnahme ist kostenlos. Gerne können Sie sich bereits jetzt für einen der Rundgänge beim Diakonischen Werk (0421 163 840 oder info@diakonie-bremen.de) anmelden: Dienstag (04.09.) von 13:00 – 15:30, Mittwoch (05.09.) von 17:00-19:30, Freitag (07.09.) von 14:30 – 17:00 oder Sonntag (09.09.) von 12:00-14:30.  Außerhalb der Rundgänge sind die Ausstellungen auch einzeln in den Gemeinden zum Beispiel nach den Gottesdiensten zu besichtigen. Nähere Informationen zu den Öffnungszeiten erhalten Sie im jeweiligen Gemeindebüro (Alt-Hastedt und Auferstehungsgemeinde: 0421/446931, Friedensgemeinde: 0421/7424).

 

Mehr zu den Ausstellungen auch unter www.diakonie-bremen.de/BfdW