„Wohnungsnot trotz Leerstand“

29.08.2013

„Wohnungsnot trotz Leerstand“ – Mit Schlafsäcke und Isomatten vom Breitenweg zum Marktplatz: Am Donnerstag, 29. August, hat das Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen mit einer öffentlichen Aktion darauf aufmerksam machen, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner Bremens, die auf Wohnungssuche sind, weiterhin nur sehr schwer bezahlbaren Wohnraum finden können.

Die Aktiven starteten um 11 Uhr am Breitenweg 24-26 (ehemaliges Amt für Wohnung- und Städtebau) und zogen von dort - immer wieder Schlafsack und Isomatte ausrollend - bis auf den Marktplatz. Dort machte das Bündnis deutlich, dass die Einkommen vieler Bremerinnen und Bremer es nicht erlauben, hochpreisige Wohnungsneubauten anzumieten. Gleichzeitig gibt es Leerstand wie das ehemalige Bundeswehrhochhaus, das seit sechs Jahren fast komplett leer steht. Wie lässt sich das vereinbaren? Die Aktion soll dazu beitragen, dass das in der Bremischen Verfassung verankerte „Menschenrecht auf Wohnen“ immer wieder in den Blick gerät und kreative Lösungsmöglichkeiten für die Bekämpfung bestehender Wohnungsnot und die Eindämmung unverhältnismäßiger Mietsteigerungen gesucht werden.
Die Wohnungsnot nimmt zu, befindet das Bündnis und listet auf: Es fehlen aktuell passende bezahlbare Wohnungen für die Studierenden, die zum neuen Semester nach Bremen kommen,  sowie für die Flüchtlinge, die in den letzten Monaten in hoher Zahl wieder nach Deutschland und somit auch nach Bremen kommen und möglichst schnell aus den Sammelunterkünften in eigene Wohnungen ziehen sollen. So wächst auch in Bremen die Konkurrenz unter den Wohnungssuchenden, die geringe Einkommen haben, Ausbildungs- oder Studienförderungen erhalten, von ALG II leben, von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind, geringe Renten erhalten