Zeitzeugen gesucht

19.10.2017

Was erlebten und erlitten Bremer Kinder und Jugendliche, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Fürsorgeheimen oder Jugendkonzentrationslagern leben mussten?

Seit zwei Jahren erforscht die Bremer Kulturwissenschaftlerin Gerda Engelbracht die Situation in den evangelischen Jugendheimen während der NS-Zeit im Auftrag des Diakonischen Werks Bremen. Die überlieferten Archivalien und Dokumente sind inzwischen gesichtet und ausgewertet. Sie bilden die Basis für eine Ausstellung und eine Publikation, die im nächsten Jahr erscheinen soll.

Nun ist die Kulturwissenschaftlerin auf der Suche nach Zeitzeugen und Zeitzeuginnen, die zwischen 1933 und 1945 in Bremer Heimen oder auch in Heimen außerhalb Bremens untergebracht waren. Zu den Bremer Fürsorgeeinrichtungen zählten das St. Petri-Waisenhaus, der Ellener-Hof, das Marthas-Heim, das Isenbergheim und das Mädchenwaisenhaus in der Schwachhauser Heerstraße. Andere Jugendliche wurden in die Fürsorgeeinrichtungen Oberdüssel (heute Diakonie Aprath bei Wuppertal), Düsseldorf Kaiserswerth oder Freistatt geschickt, ab 1940 auch in die Jugendkonzentrationslager Moringen und Uckermark.

Wenn Sie in einer solchen Einrichtung gelebt haben - oder jemanden kennen, der in einer solchen Einrichtung gelebt hat - und darüber berichten möchten, setzen Sie sich bitte mit Frau Engelbracht telefonisch (0421-243 5619) oder auch per E-Mail (mail@gerda-engelbracht.de) in Verbindung. Alle Informationen werden natürlich vertraulich behandelt.