© Foto: Karsten Klama / Petri & Eichen
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752 Jahre für die Kinder, Jugendlichen und Familien dieser Stadt

Festakt zur Fusion von Petri & Eichen auf dem Marktplatz

Die vier Gesellschaften Diakonische Jugendhilfe Bremen, St. Petri Kinder- und Jugendhilfe, Alten Eichen – Perspektiven für Kinder- und Jugendliche und Diakonische Kindertageseinrichtungen in Bremen haben fusioniert und tragen seit dem 1. September 2020 den Namen Petri & Eichen, Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Bremen.

Ein wirklich einmaliges Bild: Ein Meer aus weißen Schirmen bedeckte den Bremer Marktplatz bei dem Festakt zur Fusion von Petri & Eichen. Alle Mitarbeitenden hatten einen solchen weißen Regenschirm mit dem neuen Logo erhalten – um bei Regen wie bei Sonnenschein auf dem Marktplatz dabei sein zu können. Dank des herrlichen Sonnenscheins wurden die Regenschirme zu Sonnenschirmen. „Nun sind wir alle unter einem Schirm“, erklärte Matthias Spöttel einleitend die Symbolik. Er moderierte den Festakt zusammen mit Elisabete Marques. Als musikalischer Rahmen spielte das Bremer Swing Duett zwischen den Grußworten. Anschließend gab es für alle der 500 Mitarbeitenden, die zum Festakt gekommen waren, noch ein Eis als lockerer Ausklang.

„Trotz der Pandemielage freuen wir uns die Fusion auf dem Marktplatz begehen zu können. Ich freue mich, dass alle da sind“, sagte Bernd Schmitt bei seiner ersten Rede als Geschäftsführer von Petri & Eichen. „Es gibt ein wunderbares Bild hier oben von der Bühne ab, es sieht wunderschön aus“, ergänzte der kaufmännische Geschäftsführer Kai Uwe Hamm mit Blick auf die zahlreichen weißen Schirme vor dem Bremer Rathaus. Beide wirkten erleichtert. Der Prozess der Fusion sei ein Kraftakt gewesen, doch nun war der Tag des Neubeginns endlich gekommen. Kai Uwe Hamm blickte nochmal auf den Organisationsentwicklungsprozess zurück: „Ein wichtiger Startpunkt war die Open Space Veranstaltung, bei der wir gemeinsam die gesamte Bandbreite der Entwicklung bearbeitet haben.“ Dieser Tag, aber auch viele andere Prozesse, mündeten schließlich in der neuen Struktur mit vier Bereichen, wie Bernd Schmitt erklärte. Und nun ist es soweit: Sie segeln gemeinsam unter neuen Namen. Die Liste derer, denen die beiden Geschäftsführer dankten, war lang – Mitarbeitende, Leitungen, Kooperationspartner, Stiftungsvertreter und viele mehr. Viele haben den Fusionsprozess begleitet und nur gemeinsam war es möglich, diesen Tag der Fusion zu erreichen.

Auch die Senatorin Für Soziales, Jugend, Integration und Sport Anja Stahmann gratulierte herzlich zum neuen „Start Up“ Petri & Eichen. „Wir sind hier auf dem Marktplatz, weil die Kinder- und Jugendhilfe in die Mitte der Stadt gehört“, betonte sie lächelnd. „Es ist für mich eine Ehre mit Ihnen zusammenarbeiten zu dürfen in den Quartieren.“ Am Ende Ihres Grußwortes durfte sie noch an einem kleinen Puzzle mitwirken und das erste von vier Teilen des neuen Petri & Eichen Logos platzieren.

Der nächste Redner war Hermann Bosse als Vorsitzender des Kuratoriums und Vertreter der Stiftung St. Petri Waisenhaus von 1692 in Bremen. Die beiden traditionsreichen bremischen Stiftungen St. Petri Waisenhaus von 1692 und Alten Eichen von 1596 blicken gemeinsam auf 752 Jahre Erfahrung vom Waisenhaus über das Kinderheim hin zur modernen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung. „Mit viel Freude haben wir die bremische Kinder- und Jugendhilfe über Jahrhunderte begleitet und wollen es auch weitere Jahrhunderte lang tun“, betonte Hermann Bosse mit Nachdruck. Dies sei nämlich keine Floskel, sondern der klare Anspruch der Stiftungen, die auch eng mit den Bremer Innenstadtgemeinden verbunden sind. Und an die Mitarbeitenden gerichtet: „Diese Stadt braucht Sie, vielen Dank!“ Auch er drehte ein weiteres Puzzleteil um. Schon zwei der vier bisherigen Logos waren nun Teil des neuen Petri & Eichen Logos.

„Mit der Fusion haben sich vier Partner zusammengeschlossen, die zusammen passen“, betonte Landesdiakoniepastor Manfred Meyer zu Beginn seiner Rede. Er sprach über das Spannungsfeld von Diakonie und Ökonomie, die sich jedoch schließlich ergänzen, wie hier zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. „Bei Ihnen liebe Mitarbeitende sehe ich seit Jahren, dass Sie Wert legen auf ein gutes Miteinander und eine fachlich hochqualifizierte soziale Arbeit“, lobte Manfred Meyer und dankte für diesen Dienst im Namen der Diakonie Bremen, zu der Petri & Eichen gehört. Er drehte des dritte von vier Logos um und vervollständigte so fast das Logo-Puzzle.

Zum Schluss wurden noch zwei Kolleginnen auf die Bühne gebeten, die beiden Vorsitzenden der Mitarbeitendenvertretung Petra Meilahn und Lotte Hellwing. Beide strahlten vor Freude, ihre Kollegen und Kolleginnen auf dem Marktplatz zu sehen. Das Ziel die Kräfte zu bündeln war endlich erreicht. „Das gemeinsame Boot wackelte nicht nur einmal, aber der Kurs war uns allen immer klar“, beschrieb Petra Meilahn den Fusionsprozess, den auch die Mitarbeitendenvertretung aktiv begleitet hat. „Ihr könnt stolz auf euch sein! Was ihr alle tagtäglich leistet – auch jetzt unter Corona-Bedingungen – ist großartig“, schloss sie mit einem von Herzen kommenden Lob. Und so fügte sich auch das vierte Logo in das Puzzle mit den neuen gemeinsamen Logo von Petri & Eichen.