Auswirkungen des Coronavirus auf das Leben armer Menschen

Diakonie Bremen fordert gezielte Hilfsmaßnahmen für arme Menschen

Die aktuelle Entwicklung der Coronakrise und die damit einhergehenden Präventivmaßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus betreffen die gesamte Gesellschaft und stellen viele Menschen im Land Bremen vor zum Teil große Herausforderungen. In dieser Zeit ist es umso wichtiger, dass in Armut lebende Bürgerinnen und Bürger nicht allein gelassen werden.

Angesichts der Corona-Pandemie weist die Diakonie Bremen auf die besondere Situation armer Menschen hin und fordert:

  • Die Energieversorger dürfen bis auf weiteres keine Stromsperren mehr verhängen. Gerade arme und alte Menschen sind derzeit dringend darauf angewiesen, sich im häuslichen Bereich Mahlzeiten zuzubereiten. Wenn Steuerzahlungen und Insolvenzen zurückgestellt werden können, müssen ähnliche Maßnahmen auch für Menschen gelten, die von Armut betroffen sind.
  • Politik, Sozialleistungsträger und Jobcenter müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein, arme Menschen mit zusätzlichen finanziellen Mitteln auszustatten. Tafeln, Kleiderkammern und viele Beratungsangebote haben in Bremen geschlossen. So notwendig und richtig die Schul- und Kitaschließungen auch sind, so sehr sind insbesondere Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien die Leidtragenden.  Insgesamt droht zunehmend die Gefahr, dass von Armut betroffene Menschen nicht mehr ausreichend versorgt werden.

Wir fordern die bremische Landesregierung auf, diese Problematik mit in ihre Notfallpläne einzubeziehen und konkrete Hilfsmaßnahmen zu beschließen“, betont Landesdiakoniepastor Manfred Meyer, Vorstand des Diakonischen Werks Bremen e.V.