© Foto: Diakonie/Judith Glaubitz

Zurückerobern
Jugendfreizeiteinrichtungen dürfen wieder öffnen: Endlich wieder Sport treiben, sich mit anderen „Face to Face“ austauschen und ihre Einrichtungen zurückerobern, darauf freuen sich die Jugendlichen.

Die Jugend erobert ihre Räume zurück

Jugendfreizeiteinrichtungen und Angebote dürfen wieder öffnen

Nach dem Beschluss des Senates vom 20.05.2020 dürfen die Jugendein-richtungen und Angebote in dieser Stadt wieder öffnen. Die Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (LAG FW) hat sich für die Öffnung der Jugendfreizeiteinrichtungen stark eingesetzt und gemeinsam mit der Jugendbehörde ein Pandemiekonzept erarbeitet.
Dies erfreut zahlreiche Jugendliche. „Endlich wieder Sport treiben, sich mit anderen „Face to Face“ austauschen und ihre Einrichtungen zurückerobern, darauf freuen sich die Jugendlichen“, sagt Faro Tuncel (Diakonisches Werk). Seit dem 16.03.2020 mussten stadtweit die Freizis, Farmen und Sport- und Bewegungseinrichtungen schließen. „Trotz zahlreicher ge-schaffener Onlineangebote, die auch sehr gut genutzt wurden, merken wir, dass den Jugendlichen der reale Austausch und ihr zweites Zuhause, die Jugendeinrichtung, fehlt“ sagt Sara Dahnken (DRK).
Einfach so, wie gewohnt, vorbeikommen und gehen, wann man möchte, ist allerdings nicht drin. „Wir müssen strikte Hygienemaßnahmen beachten und auch Teilnehmer/innen-Höchst-grenzen einhalten, sodass wir derzeit keinen offenen Bereich anbieten können, sondern in Kleingruppenangeboten arbeiten“ beschreibt Gerd Ziegler die Situation. Sicherlich ist dies ein schwerer Einschnitt in die Offene Jugendarbeit, das bedarf einer Umgewöhnung, sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Pädagogen. Derzeit ist dies allerdings die einzige Chance den Jugendlichen die Nutzung der Einrichtungen zu ermöglichen, ergänzt Larissa Krümpfer (AWO).
Die Sportangebote im Freien durften schon eine Woche früher wieder in Öffnung gehen und laut Ulli Barde (Sportgarten) ist der Andrang dort sehr groß gewesen. Dabei stand allerdings nicht nur das BMX Fahren oder Skaten im Vordergrund, sondern dass die Jugendlichen sowohl ihren Raum und auch ihr vertrautes Umfeld zurückerhalten haben. Dies soll nun auch durch die Öffnung der weiteren Angebote im Postamt 5, in der Überseestadt und an den Schulkooperationen des Vereins wieder verantwortlich ausgebaut werden.