Mein FSJ in der St. Markus Gemeinde

Interview mit Arulraj Sangarapillai

Wieso wollten Sie ein FSJ absolvieren?

Nach meinem Abitur wusste ich nicht so recht, was ich beruflich machen möchte. Der Diakon unserer Gemeinde hat mich schließlich überzeugt, ein FSJ zu absolvieren und dabei ein Jahr lang eine neue Perspektive einzunehmen. Die Tatsache, dass ich etwas Gutes für andere Menschen und die Gesellschaft mache, hat mich zusätzlich motiviert.

Weshalb haben Sie sich für die Diakonie Bremen entschieden?

Ich engagiere mich seit vielen Jahren für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde. Daher habe ich zu Herrn Kück, unserem Diakon, bereits ein gutes zwischenmenschliches Verhältnis aufgebaut. Dieses hat mich bestärkt in unserer Gemeinde tätig zu werden.

Was ist das Besondere an Ihrer Einsatzstelle?

In meiner Einsatzstelle, der St. Markus Gemeinde, habe ich die Möglichkeit, bei einer sehr vielseitigen Arbeit meine eigenen Ideen mit einzubringen und in einer sehr entspannten Arbeitsatmosphäre neue Erfahrungen zu sammeln. Ich arbeite im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, der Stadtteilarbeit und Hilfe für geflüchtete Menschen. Ich erlebe, wie dankbar vor allem die Kinder und Jugendlichen für mein Engagement sind.

Welche Erfahrungen haben Sie im Bereich der Hilfen mit geflüchteten Menschen gemacht?

Wir bieten verschiedene Aktionen für geflüchtete Kinder an. Beispielsweise verteilen wir Kleidung, spielen Fußball oder backen gemeinsam Crêpes mit den Kindern. So können die Kinder gemeinsam Spaß haben - oft ein Ausgleich zum Alltag in den Unterkünften. Wichtig für diese Arbeit ist ein offener Austausch mit allen beteiligten Menschen und Einrichtungen, denn nur gemeinsam kann man erfolgreich sein.

Was nehmen Sie für sich persönlich davon mit?

Durch die verschiedenen Projekte, an denen ich mitwirkte, habe ich über den Tellerrand hinweg schauen und neben der Arbeit in der Gemeinde auch viele andere interessante Aufgaben wahrnehmen können. Für mich war es nicht selbstverständlich, so selbstständig arbeiten zu dürfen. Ich möchte mich über das FSJ hinaus für die Markus Gemeinde weiterhin ehrenamtlich engagieren.

Was würden Sie jungen Menschen, die überlegen ein FSJ zu absolvieren, mit auf den Weg geben?

Ich kann es jedem empfehlen, der nach der Schule noch einmal einer ganz anderen Tätigkeit nachgehen möchte. In dieser Zeit hat man die Chance, sich beruflich zu orientieren und gleichzeitig werden Erfahrungen im selbstbewussten Auftreten für den Alltag dazu gewonnen. Während dieses Jahres lernt man für sein ganzes Leben.

Foto und Text: Annika Grüll