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Angebote von Kirche und Diakonie geben neben Essen und Trinken auch Mund-Nasen-Schutz aus

Die derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, wie die Abstandsregeln und die Maskenpflicht in vielen Bereichen, betreffen die gesamte Gesellschaft. Jetzt ist es wichtig, in Armut lebende Bürgerinnen und Bürger nicht allein zu lassen – deshalb stehen die Diakonie Bremen, die Bremische Evangelische Kirche und weitere Träger mit ihren Angeboten Bedürftigen auch in der Corona-Krise zur Seite.

Wohnungslose Menschen gehören zu den Corona-Risikogruppen, da sie keine Chance haben, sich in die eigene Wohnung zurückziehen und dort Schutz finden. Deshalb gibt es eine Vielzahl von Angeboten, wie Essensausgaben, Duschmöglichkeiten, Medizinische Notversorgung und die Möglichkeit Wäsche zu waschen auch jetzt während der Corona-Krise.

Das Diakonische Werk Bremen e.V. hat die bestehenden Angebote in einem Sozialstadtplan zusammengefasst, der gedruckt durch Streetworker an Bedürftige und Wohnungslose verteilt wird. Online ist er zu finden unter www.diakonie-bremen.de/sozialstadtplan Hier gibt es eine Übersichtstabelle, einen Stadt-Plan und Details zu den Angeboten der verschiedenen Träger. So gibt es zum Beispiel in zahlreichen Kirchengemeinden engagierte Ehrenamtliche, die die Ausgabe von Essen, Trinken und Masken an Bedürftige organisieren. 

„Es ist großartig, dass sich so viele Engagierte in dieser Krise solidarisch zeigen und für Bedürftige da sind. Sie verteilen Essen, Trinken und auch Mund-Nasen-Schutz-Masken an Wohnungslose und Menschen mit wenig Geld. Das ist ein deutliches Zeichen der Nächstenliebe den Menschen gegenüber, die von dieser Krise besonders hart getroffen werden, weil sie kaum oder gar keine Rückzugsmöglichkeiten haben“, sagt Landesdiakoniepastor Manfred Meyer, Vorstand des Diakonischen Werks Bremen e.V.

Mehr als 3.000 Masken (FFP1, FFP2 und Mund-Nasen-Schutz) im Wert von mehr als 5.500 Euro hat das Diakonische Werk Bremen e.V. den Kirchencafés der Bremischen Evangelischen Kirche in Walle, Horn, der Neustadt und der Bremer Innenstadt kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auch andere Anbieter verteilen Mund-Nasen-Schutz-Masken an Bedürftige.

„Der Mund-Nasen-Schutz ist wichtig zur Eindämmung des Virus und auch zur Teilhabe, da man viele Geschäfte und öffentliche Räumlichkeiten nur noch mit diesem Schutz betreten darf. Daher ist es gut und wichtig, dass Wohnungslose und Menschen mit wenig Geld nun in ganz Bremen die Möglichkeit haben, solche kostenfrei zu bekommen“, so Meyer.