Restcentspende für die Corona-Nothilfe für Obdachlose

Das Unternehmen ArcelorMittal Bremen ist dem Aufruf des Diakonischen Werks Bremen e.V. gefolgt, das um Spenden für Nothilfemaßnahmen für Wohnungslose in Bremen während der aktuellen Corona-Pandemie gebeten hatte. Im Rahmen der Aktion Restcent spendet das Unternehmen 3.000 Euro an das Diakonische Werk Bremen e.V. zugunsten der Corona-Nothilfemaßnahmen für Wohnungslose.

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch die ArcelorMittal im Rahmen der Restcentspende. Dass Mitarbeitende von ArcelorMittal auch in dieser für sie schwierigen Phase für Corona-Nothilfemaßnahmen spenden ist eine großartige Aktion. Gerade jetzt in der Corona-Krise ist es wichtig, in Armut lebende Bürgerinnen und Bürger nicht im Stich zu lassen. Die Restcentspende ist - wie viele weitere Spenden, die uns erreicht haben – ein großes Zeichen der Nächstenliebe und Solidarität, für das wir uns als Landesverband der Diakonie herzlich bedanken“, sagt Landesdiakoniepastor Manfred Meyer, Vorstand des Diakonischen Werks Bremen e.V.

Corona-Nothilfemaßnahmen für Obdachlose

Die aktuellen Entwicklungen der Corona-Krise betreffen die gesamte Gesellschaft und stellen uns auch in Bremen vor große Herausforderungen. Jetzt ist es wichtig, in Armut lebende Bürgerinnen und Bürger nicht allein zu lassen. Wohnungslose Menschen gehören zu den Corona-Risikogruppen, da sie keine Chance haben, soziale Kontakte zu reduzieren. Sie können sich auch nicht in die eigene Wohnung zurückziehen und dort Schutz finden. Hinzu kommt, dass viele Anlaufpunkte und Unterstützungspunkte in der Stadt bereits ihre Arbeit einstellen mussten. Besonders gefordert sind in diesen Tagen die Streetworker und Streetworkerinnen, die auf der Straße Essenspakete und Trinken verteilen – aber aufgrund der großen Nachfrage auch bereits an ihre Grenzen stoßen.

In dieser Situation wollen Diakonie Bremen und Bremische Evangelische Kirche gemeinsam helfen und ein Zeichen der Solidarität setzen und Nothilfemaßnahmen für Wohnungslose organisieren.

Jede Spende – ob groß oder klein – ist wichtig und trägt dazu bei, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Sie können über Facebook spenden, auf der Internetseite des Diakonischen Werks Bremen (www.diakonie-bremen.de/spenden) oder als Überweisung auf das Konto des Diakonischen Werks Bremen IBAN: DE 6652 0604 1000 0640 7510 mit dem Spendenstichwort „Corona-Nothilfe für Wohnungslose“. 

Aktueller Spendenstand

Das Diakonische Werk Bremen e.V. ist sehr dankbar für die vielen Spenden, die bereits eingegangen sind – insgesamt sind es schon 25.164 Euro (Stand 06.05.2020). Die Spenden ermöglichen es, genau der Stelle zu helfen, wo die Hilfe am meisten gebraucht wird.

Ein Teil der Spendengelder (5.000 Euro) der Corona-Nothilfe für Obdachlose sind bereits an den Verein für Innere Mission in Bremen gegangen. Mit Hilfe dieser Spenden kann der Verein 1.000 Essen in Notunterkünften für Wohnungslose ausgeben. Das entspricht in etwa einer Versorgung für 21 Tage.  

Das Diakonische Werk Bremen e.V. unterstützt auch den notleidenden Circus Belly, der aktuell in Oberneuland „gestrandet“ ist. Die Familie von Zirkusdirektor Klaus Köhler hat uns vor Ostern kontaktiert und um Hilfe gebeten. Der Circus Belly wollte eigentlich seine Norddeutschland-Tour in Bremen starten, doch aufgrund der Corona-Auflagen sitzen Artisten und Tiere in Oberneuland fest. Die Mitarbeitenden des Zirkus haben zwar viel Verständnis für die notwendigen Auflagen, stehen aber vor der großen Herausforderung die Zirkusfamilien und die Tiere in den kommenden Wochen ohne Vorstellungen versorgen zu müssen – nach der Winterpause sind die finanziellen Rücklagen bereits aufgebraucht. Um den gestrandeten Familien in dieser Not zu helfen, hat das Diakonische Werk Bremen dem Zirkus 2.500 Euro aus Spendengeldern zur Verfügung gestellt. Damit ist das Essen für die gestrandeten Zirkusfamilien und das Futter für die Tiere etwa für die nächsten vier bis acht Wochen gesichert.

Von den Spenden hat die Wilhadi-Gemeinde 1.000 Euro erhalten für ihre Essens- und Maskenausgabe am Mittwoch und Freitag in Walle. Außerdem hat die St. Ansgarii-Gemeinde für die Arbeit des Café am Dienstag ebenfalls 1.000 Euro erhalten. Die engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen leisten in beiden Projekten einen wichtigen Dienst und diese Unterstützung soll einen kleinen Beitrag zur Absicherung des Dienstes in dieser schwierigen Zeit leisten. Auch erhalten die Bremer Suppenengel für die Anschaffung eines Lastenfahrrades für die dezentrale Versorgung von obdachlosen Menschen 7.000 Euro.

Bezüglich weiterer Verwendungsmöglichkeiten ist das Diakonische Werk Bremen mit verschiedenen Partnern im Gespräch. Aktuelle Informationen gibt es dazu auf der Internetseite des Diakonischen Werks Bremen e.V.

Text: Regina Bukowski