Über die Wohnungsnot bundesweit und im Land Bremen

Über die Situation der Wohnungsnot bundesweit und mit besonderem Blick auf das Land Bremen sprachen heute die Bundestagsabgeordnete Sarah Ryglewski  (SPD), der Landesdiakoniepastor Manfred Meyer und Vertreterinnen und Vertreter des Aktionsbündnisses Menschenrecht auf Wohnen (Sprecher: Joachim Barloschky) in den Räumen der Diakonie Bremen. „Es freut mich sehr, dass die Bundestagsabgeordnete immer wieder zu verschiedenen Themen der Diakonie mit uns ins Gespräch kommt, wie heute zur Wohnungsnot. Das Thema ist inzwischen fast täglich in den Medien, weil es leider in Bremen und auf Bundesebene noch viel nachzuholen gibt“, sagte Landesdiakoniepastor Manfred Meyer, Vorstand des Diakonischen Werks Bremen e.V. Joachim Barloschky ergänzte dazu als Sprecher des Aktionsbündnisses Menschenrecht auf Wohnen, dass es auch dem Bündnis zu verdanken sei, dass das Thema Wohnungsnot heute in den Medien präsenter ist. Vor sechs Jahren als das Bündnis seine Arbeit aufnahm, sah dies ganz anders aus – denn das Thema Wohnungsnot sei in den Medien und in der Politik viel weniger beachtet worden.


Umso erfreulicher ist auch für das Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen der Besuch der Bundestagsabgeordneten, die im Gespräch deutliche Worte sprach: „Ich denke, wir haben alle eine Verantwortung, zu schauen, was man machen kann.“ Schließlich sei es eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, die nicht allein bei den Kommunen, sondern auch beim Bund liegen muss.

„Als Vertreter der Diakonie ist es meine Sorge, dass in Bremen für immer weniger Menschen leistbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Dadurch sind einige Menschen gezwungen, aus Bremen wegzuziehen. Wir würden gerne dazu beitragen, dass in dieser Stadt alle Menschen bleiben können“, betonte Meyer. Und auch die Bundestagsabgeordnete griff diesen Gedanken auf: „Beim Thema Wohnen geht es auch um eine schöne Stadt“ Denn auch das Thema Wohnraumqualität sei neben der Schaffung von Wohnraum sehr relevant.

Ryglewski berichtete von ihren eigenen Erfahrungen, angefangen bei der „Studentenbude“ in Bremen – und davon, wie sich Stadtteile im Laufe der Zeit verändern. „Ich möchte in einer Stadt leben, in der verschiedene Menschen zusammenkommen“, betonte sie. Deshalb sei es wichtig, das Thema Wohnraum noch stärker auf die Agenda des Bundes zu bringen. Sie selbst versuche immer wieder die Situation der Städte in die Diskussionen mit einzubringen, denn oft gehe der Blick eher zum ländlichen Raum.  Doch: „Leben in Städten ist teuer – da ist auch der Bund in der Verantwortung“, so Ryglewski.

Der Austausch mit dem Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen, der Diakonie und der Bundestagsabgeordneten war für alle Seiten interessant und brachte nochmal Impulse, die alle in ihre Arbeit einbringen können.