Für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik weltweit

17.01.2018

Brot für die Welt bei der Internationalen Grünen Woche

Bei der Großdemonstration „Wir haben Agrarindustrie satt“ am 20. Januar in Berlin gehen wieder viele Tausend Menschen für eine bäuerliche und nachhaltige Landwirtschaft auf die Straße. Brot für die Welt gehört zu den Trägern des Bündnisses, das bereits zum achten Mal zum Auftakt der Agrarmesse „Internationale Grüne Woche“ zur Demonstration aufruft. Mit dabei ist in diesem Jahr auch die Brot für die Welt- Jugendorganisation.

 

Das evangelische Hilfswerk setzt sich gemeinsam mit vielen Partnerorganisationen für eine Landwirtschaft ein, die die Menschen ausreichend und gesund ernährt und dabei nachhaltig mit Böden, Saatgut und Wasserressourcen umgeht. Das sind vor allem kleinbäuerliche Betriebe: Sie erzeugen weltweit den Großteil der Lebensmittel. Doch die kleinbäuerliche Landwirtschaft steht in vielen Ländern unter Druck: Landgrabbing, Klimawandel, verfehlte Agrarpolitiken und Dumping-Exporte aus der EU setzen ihr zu. Die Demonstrantinnen und Demonstranten rufen deshalb die in Berlin tagenden Landwirtschaftsminister aus aller Welt zu einer Wende ihrer Agrar- und Ernährungspolitik auf.

 

Bei der Abschlusskundgebung der Großdemonstration (ab ca. 13.30 Uhr) sprechen auch Fátima Aparecida Garcia de Moura von der Organisation Federacão de Órgãos para Assistência Social e Educacional, FASE. FASE ist eine Partnerorganisation von Misereor und Brot für die Welt. Ebenfalls auf der Abschlusskundgebung spricht Professor Antônio Inácio Andrioli . Der Sozialwissenschaftler und Agrarexperte ist Vize-Rektor der  brasilianischen Bundesuniversität „Fronteira Sul“  und hat die Folgen des Anbaus gentechnisch veränderter Soja in Brasilien untersucht.