Investorenprojekte beim Kita-Ausbau unverzichtbar

08.09.2017

Wohlfahrtsverbände fordern Richtigstellung vom Senat

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bremen (LAG FW) verwahrt sich gegen die öffentliche Darstellung in der Bildungsdeputation und in den Medien, private Investoren berechneten Wucherpreise für neue Kitas. „Davon kann überhaupt nicht die Rede sein,“ erklärt der Vorstandssprecher der LAG FW, Arnold Knigge,  „die kalkulierten Miet-Preise bei den in  Frage stehenden Bauprojekten in der Neustadt und in Schwachhausen entsprechen den nachweisbaren Kosten für Grundstück, Bau, Außengelände und Ausstattung der Kitas.“

Es ist in den vergangenen Jahren mit Nachdruck versucht worden, gegen erhebliche Vorbehalte der Politik Investoren für ein Engagement im Kindergartenbau zu gewinnen. „Die Diffamierung privater Investoren bedient Vorurteile, die in keiner Weise gerechtfertigt sind“ wehrt sich Rolf Specht (Bremer Unternehmer des Jahres 2010) Investor des Projektes in der Neustadt. In den kolportierten Mietkosten sind Kosten für Vollküchen und Spielgeräte sogar schon enthalten. Im Übrigen haben die Mietpreise nichts mit der Situation der knappen Plätze zu tun. „Sie sind keineswegs höher als die vom Bildungsressort und dem Haushalts- und Finanzausschuss gebilligten Miet-Preise früherer Projekte“, so Burkhard Schiller von der AWO Bremen.

Die LAG FW fordert  Bildungssenatorin Claudia Bogedan auf, der ungerechtfertigten Kritik entgegen zu treten. Sie erwartet, dass die Senatorin dabei einen Vergleich mit den Mietkosten von Kitaprojekten der jüngsten Vergangenheit vorlegt. Außerdem erwartet sie, dass den Kosten von Investorenprojekten die tatsächlichen  Kosten öffentlicher Kitaprojekte unter der Regie von Immobilien Bremen gegenüber gestellt werden. Nur so könne eine rationale Debatte um Ausbaukosten von Kitas geführt werden. „Wir sind überzeugt, dass Investorenprojekte die Stadt nicht teurer kommen als Kitaprojekte von Immobilien Bremen“, sagt Arnold Knigge; „es wird höchste Zeit, dass hier endlich umfassende Transparenz hergestellt wird.“