Jahresprogramm Diakonisch Arbeiten

31.01.2018

Alle Veranstaltungen finden im Andachtsraum des Ev. Diakonissenmutterhauses statt: Adelenstraße 68, 28239 Bremen. Beruflich Pflegende erhalten Credits. Es fallen keine Teilnahmegebühren an.   Anmeldung über die Gesundheitsimpulse des DIAKO: gesundheitsimpulse@diako-bremen.de 0421 – 6102 2101   Nachfragen an Pastor Thomas Rothe: rothe@diakonissenmutterhaus-bremen.de 0421 – 6102 3638

Do 8.3.           Grenzgänger

Vom schwierigen zum hilfreichen Umgang mit Grenzen

Jeder Mensch hat seine individuellen Grenzen: Grenzen der Kraft, der Geduld, der Belastbarkeit. An die eigenen Grenzen zu kommen, ist schmerhaft und lässt oft ein Gefühl der Hilflosigkeit entstehen. Das gilt auch für Grenzen, die uns von außen gesetzt werden.

Gerade die Arbeit in sozialen Berufen erfordert eine gesunde Abgrenzung, um mit den Belastungen auf Dauer umgehen und seelisch gesund bleiben zu können.

Das Seminar soll Ihnen helfen, Ihre persönlichen Grenzen zu erkennen und bewusst mit ihnen umzugehen: Welche Grenzen will ich erweitern? Welche möchte ich aufbrechen? Mit welchen muss ich mich arrangieren?

Seminarleitung: Sigrid Pfäfflin und Thomas Rothe

Zeit: Donnerstag, 8. März, 9 bis 13 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

 

Di, 13.3.         Die vergessene Generation

 

Erlebnisse von Kriegskindern prägen für immer

 

Sie arbeiten mit älteren Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs Kinder waren und für immer Kriegskinder bleiben werden. Die Erlebnisse dieser Jahre haben sie für alle Zeiten geprägt.

Dazu war es vielen Menschen dieser Generation unmöglich, ein gesundes Empfinden für die eigenen Bedürfnisse und Wünsche, für Trauer und Schmerz zu entwickeln. In der Zeit des Wiederaufbaus konnten sie oftmals ihr Urbedürfnis nach einem schützenden und verständnisvollen Gegenüber nicht stillen.

In dieser Fortbildung werden die Problemlagen, die Sensibilitäten und Chancen im Umgang mit älteren Menschen thematisiert. Ziel wird sein, ein besseres Verständnis für emotionale Bedürfnisse und Ausdrucksweisen älterer Menschen zu bekommen.

 

 

Seminarleitung: Friedrich Scherrer

Dienstag, 13. März, 9 bis 15 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

Di, 10.4.         „Mir fehlen die Worte“

Sich trauernden Angehörigen zuwenden können

Sterbende und ihre Angehörigen zu begleiten, gehört zu den größten emotionalen Herausforderungen im Berufsalltag von Pflege, Medizin und Betreuung. Die Angst, sich falsch verhalten zu können, macht hilflos. Allgemeingültige Trostworte helfen dem Gegenüber nicht, sondern können zusätzlich verletzen.

Ausgehend von den Erfahrungen der Seminargruppe werden wir besprechen, was in einer solch sensiblen Situation Trost geben kann. Was ist hilfreich für die Betroffenen und  was sollte besser unterlassen werden? Sie werden hilfreiche Impulse bekommen, um im Rahmen Ihrer spezifischen Profession die Bedürfnisse von trauernden Angehörigen leichter erkennen und auf sie eingehen zu können.

 

Seminarleitung: Birgit Wille und Thomas Rothe

Dienstag, 10. April, 9 bis 13 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

Do, 19.4.       Ruhe im Sturm

Widerständen und Krisen begegnen können

Krisen, belastende Lebensumstände und schwierige Arbeitsbedingungen können uns aus dem Gleichgewicht bringen. Oftmals werden dabei Kräfte gebunden, die wir an anderer Stelle vermissen.

Mit dem Begriff der Resilienz („Widerstandsfähigkeit“) kommt zum Ausdruck, was wir im Bild des sturmerprobten Baumes sehen, der seine Wurzeln tiefer und fester wachsen lässt, um sich zu erden und dem Sturm standhalten zu können.

In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, was uns erdet und wie wir unsere Wurzeln stärken können. Ziel ist es, die eigene Widerstandskraft gegenüber Krisen zu stärken und eine lösungsorientierte Grundhaltung  zu fördern.

 

Seminarleitung: Sigrid Pfäfflin und Thomas Rothe

Donnerstag, 19. April, 9 bis 13 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

Di 24.4.          Wellenbrecher

Angst im Krankenhaus erkennen und lindern

Das Krankenhaus erleben viele Menschen als eine angstverstärkende Umgebung. Doch auch in anderen sozialen Einrichtungen kommen wir mit Menschen zusammen, die Angst vor dem haben, was auf sie zukommt und was mit ihnen geschehen wird.

In dieser Fortbildung werden wir uns ansehen, mit welchen Ängsten wir im Arbeitsumfeld konfrontiert werden und welches Verhalten unbeabsichtigt dazu führen kann, dass sich Ängste bei Patienten und Bewohnern noch weiter verstärken. Die Erfahrungen der Seminargruppe werden Ausgangspunkt der Fortbildung sein.

Es werden drei Ziele verfolgt: die Ängste von Patienten und Bewohnern verstehen, einen empathischen Umgang pflegen und angstmindernde Verhaltensweisen erlernen. 

 

Seminarleitung: Susanne Barton und Thomas Rothe

Dienstag, 24. April, 9 bis 13 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

 

Do 31.5.        Hochachtungsvoll

Sich und die eigene Arbeit wertschätzen

In Ihrem Beruf leisten Sie Beziehungsarbeit. Sie möchten anderen mit Wertschätzung begegnen. Gleichermaßen bedeutsam ist die Wertschätzung der eigenen Person und der eigenen Tätigkeit. Ansonsten droht ein Ausverkauf der eigenen Kräfte, im schlimmsten Fall ein Burnout.

Wie können Fürsorge und Selbstsorge in ein gesundes Gleichgewicht kommen? Wo suche und wo finde ich Bestätigung von außen? Welche Selbstwertschätzung finde ich in mir? Was gibt mir das sichere Gefühl, dass es Sinn macht, diesen Platz auszufüllen? Wie kann ich Durststrecken durchstehen, ohne am eigenen Wert zu zweifeln?

Die Fortbildung soll Sie darin stärken, den eigenen Wert und den Wert Ihrer Arbeitsleistung schätzen und achten zu lernen.

 

Seminarleitung: Sigrid Pfäfflin und Thomas Rothe

Donnerstag, 31. Mai, 9 bis 13 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

 

 

Do, 6.9.          In der Krise sprechen

Mit Menschen in existentiellen Nöten kommunizieren

Uns begegnen Menschen in unterschiedlichen Notlagen. Wir werden zu  Krisenbegleiterinnen und Krisenbegleitern von Patienten oder Bewohnern und ihren Angehörigen. Manchmal unvorbereitet begegnen uns Schmerz, Trauer, Angst oder Konflikte. Wie können solche Begegnungen gelingen?

Das Seminar wird an Ihre Erfahrungen mit Gesprächen dieser Art anknüpfen. Wir werden Ihnen Bewältigungsstrategien und wichtige Aspekte für Krisengespräche vorstellen. Außerdem soll das Seminar Sie entlasten und ermutigen, die Grenzen des Machbaren  zu akzeptieren.

 

Seminarleitung: Sigrid Pfäfflin und Thomas Rothe

Zeit: Donnerstag, 6. September, 9 bis 13 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

Mo 24.9.       www.die-sache-mit-gott.de

Im 21. Jahrhundert von Gott reden

 

Längst ist es nicht mehr selbstverständlich, im christlichen Glauben Sinn und Geborgenheit zu finden. Wer etwa im Pflegealltag Menschen leiden sieht, dem mag sich die Frage aufdrängen: Wie sind alle diese Schmerzen, wie sind schwere Schicksale mit dem Glauben an einen liebenden Gott vereinbar?

Nachrichten von Gewalttaten, die mit einer (auch christlichen) Religion begründet werden, lassen fragen: führen Religionen nicht eher zu Krieg, Gewalt und Intoleranz als zu einem friedlichen Leben miteinander?

Und doch haben viele Menschen Sehnsucht danach, in ihrem Leben und ihrer Arbeit Sinn zu finden. Manch einer sehnt sich nach einer Idee von etwas, das über die Grenzen des eigenen Lebens und Tuns hinaus trägt. Oft begleitet die Frage nach Sinn und Ziel des Lebens den eigenen Arbeitsalltag.

 

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Gedanken und Vorstellungen. Doch es ist auch mühsam, dafür in einem fordernden Alltag und inmitten von vielen Vorstellungen und Angeboten Worte zu finden. Kann der christliche Glaube dabei - trotz und mit vielen Anfragen- helfen? Welche Überzeugungen und Gedanken sind im Laufe der Zeit in mir gereift?

In diesem Seminar werden Sie eingeladen, frei von Bewertung oder missionarischem Eifer Ihrem Glauben - auch mit Zweifeln und Fragen - auf die Spur zu kommen.

 

Seminarleitung: Friederike Jordt und Thekla Röhrs

Montag, 24. September, 9 bis 16 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

 

 

Di, 9.10          Mitgefühlserschöpfung

Indirekte Traumatisierung und ihre Folgen

Ihre Empathiefähigkeit stellt eine wesentliche Kompetenz im Umgang mit Patientinnen und Patienten dar. Die Arbeit mit Menschen in Extrem- und Notfallsituationen kann deshalb umso schmerzhaftere Spuren hinterlassen. Mit ihrem Einfühlungsvermögen sind Helfende verletzbar bis hin zur indirekten oder sekundären Traumatisierung. Das können emotionale und körperliche Belastungen sein, die auch über längere Zeiträume anhalten. Zudem kann sich eine Mitgefühlserschöpfung (Compassion Fatigue) einstellen.

In der Fortbildung werden diese Zusammenhänge erläutert. Gemeinsam mit Ihnen werden wir präventive Schutzmöglichkeiten erarbeiten. Dabei stellen wir Ihnen das ABC der Selbstfürsorge vor. Hierbei gilt es, Selbstschutz zu stärken, Empathiefähigkeit zu erhalten und beides in ein Gleichgewicht zu bringen.

 

Seminarleitung: Monika Wirthle, Thomas Rothe

Dienstag, 9. Oktober 2018, 9.00 – 13.00 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

Di 30.10.        Was am Ende gut tut

Sensible Begleitung sterbender Menschen

In Ihrem Arbeitsalltag kommen Sie mit sterbenden Menschen in Berührung und begleiten sie. Knappe Zeitressourcen konkurrieren mit Ihrem Wunsch, sterbenden Menschen und ihren Bedürfnissen gerecht  zu werden.

Vor dem Hintergrund der Konzepte Hospiz und Palliative Care beschäftigen wir uns mit der Frage, was sensible Sterbebegleitung bedeutet. Was brauchen sterbende Menschen? Was können wir dazu beitragen, ihnen in der letzten Lebensphase eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen?

Das Seminar gibt Raum für Erfahrungen, Austausch und Fragen. Darüber hinaus wird es fachliche Informationen, Impulse und praktische Hinweise beinhalten, die in Ihrem konkreten Arbeitsfeld weiterhelfen und auch angesichts knapper Zeitressourcen umgesetzt werden können.


Seminarleitung: Christiane Pröllochs und Thomas Rothe

Dienstag, 30. Oktober, 9 bis 16 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

 

Do 15.11.      Mein Umgang mit Tod und Trauer

Beruflich mit Sterbenden in Berührung sein

Wer beruflich mit Sterbenden und Verstorbenen in Berührung kommt, kann auch bei sich selber Gefühle der Trauer erleben. Mitarbeitende in Pflege, Medizin oder sozialem Dienst müssen mit Spuren umgehen, die das (häufige) Sterben von Patienten und Bewohnern bei ihnen hinterlassen.

In dieser Fortbildung können Sie Unterstützung für den eigenen Verarbeitungsprozess bekommen. Das Seminar soll Ihnen helfen, sich Ihrer Empfindungen bewusst zu werden, wenn Patienten oder Bewohner sterben. Wir werden Ihnen die vier Bilder der Trauergezeiten vorstellen, die die Trauertherapeutin Ruthmarijke Smeding entwickelt hat. Auch wird es Gelegenheit geben, sich mit eigenen Vorstellungen und Bildern  von Tod und Sterben zu befassen.

 

Seminarleitung: Sigrid Pfäfflin und Thomas Rothe

Donnerstag, 15. November, 9 bis 16 Uhr

Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus