Öffentlich geförderte Beschäftigung – was wird in Bremen gebraucht?

13.03.2015

Bei der Gesprächsrunde mit Annette Düring, DGB Bremen, und Landesdiakoniepfarrer und Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bremen Manfred Meyer am Donnerstag, 12. März, ging es um die Frage "Öffentlich geförderte Beschäftigung – was wird in Bremen gebraucht?".

Ideen und Konzepte für öffentlich geförderte Beschäftigung

Die Forderung nach öffentlich geförderter Beschäftigung ist nicht neu. Die Debatte wird aber gerade neu belebt und auf allen politischen Ebenen geführt. Denn der Sparkurs der Bundesregierung bei den Mitteln für Arbeitsmarktpolitik hat dazu geführt, dass die Agentur für Arbeit und die Jobcenter sich auf die schnelle Vermittlung von "arbeitsmarktnahen Kunden" beschränkt haben. Welche Ideen und Konzepte für öffentlich geförderte Beschäftigung es gibt und welche in Bremen mit seiner hohen verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit  gebraucht werden, darüber diskutierten Annette Düring und Manfred Meyer.

Passiv-Aktiv-Transfer

Die Diakonie setzt sich für den Passiv-Aktiv-Transfer ein, betonte Landesdiakoniepfarrer Manfred Meyer während des Gesprächs. Die Diakonie hat zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland den Passiv-Aktiv-Transfer (PAT) vorgeschlagen. Transferiert werden sollen öffentliche Mittel, die langzeitarbeitslose Menschen bislang als Sozialleistungen erhalten (insbesondere das Arbeitslosengeld II). Diese bislang „passiv“ verwendeten Mittel möchte die Diakonie lieber „aktiv“ zur Eingliederung der Arbeitslosen einsetzen: Ein Arbeitgeber, der einen Langzeitarbeitslosen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, soll einen Zuschuss zu den damit verbundenen Lohnkosten erhalten.