Senatorin Stahmann und Senator Mäurer empfangen Ehrenamtliche im Rathaus

15.12.2016

300 Frauen und Männer von rund 270.000 ehrenamtlich Tätigen aus Bremen waren bei dem Empfang mit dabei - darunter auch Ehrenamtliche vom diakonischen Angebot Notruf Mirjam Bremen-Weser-Ems.

Rund 300 Ehrenamtliche haben Sozialsenatorin Anja Stahmann und Innensenator Ulrich Mäurer am Montag, 12. Dezember 2016, in der Oberen Rathaushalle für ihren freiwilligen Einsatz geehrt. "Die Halle kommt uns zwar gut gefüllt vor", sagte Senatorin Stahmann, "aber eigentlich bräuchten wir fast 1.000 Hallen, wenn wir jeden einzelnen Ehrenamtlichen einladen wollten – über 270.000 Menschen sind in Bremen ehrenamtlich aktiv." Das ergebe sich aus dem neuesten Freiwilligensurvey, den der Bund im September vorgelegt hat. Innensenator Ulrich Mäurer ergänzte unter Bezug auf dieselbe Studie: "Bremen ist unter den Stadtstaaten absoluter Spitzenreiter hinsichtlich seiner ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger."

Den UN-Zielen entsprechend wollen die Senatorin und der Senator das gesellschaftliche Engagement würdigen. Vertreten waren unter anderem Freiwillige aus der Flüchtlings- und Obdachlosenarbeit, dem Garten der Kulturen, der Bremer Tafel, mehreren Kindertagesstätten, Vertreterinnen und Vertreter von Behindertenverbänden und anderen.

"Im Ehrenamt drückt sich der gesellschaftliche Zusammenhalt aus", sagte Anja Stahmann. "Das Gefühl, dass man nicht alles dem Staat überlassen will, sondern dass man selber mit anpacken will, um etwas mehr Solidarität und Mitmenschlichkeit in die Gesellschaft zu tragen."

"Ohne Ehrenamtliche würde es keine Opferhilfe geben, keine Willkommens-Cafés in Flüchtlingsheimen, keine Lese- und Ausbildungspaten, keine Suppenengel für Wohnungslose, keine Lebensmittel-Tafeln für verarmte Bremerinnen und Bremer, keine kostenlose Nachhilfe, keine freiwillige Feuerwehr und vieles mehr", sagte Innensenator Mäurer. "Unsere Gesellschaft würde ohne Sie völlig anders aussehen. Es wäre ein Gemeinwesen, das kälter und egozentrischer wäre und wir würden vieles vermissen, was nur aufgrund Ihres Einsatzes möglich ist."

Stellvertretend für Organisationen und Verbände hatten vier Einrichtungen Gelegenheit, ihr soziales Engagement vorzustellen: "Wohnen mit Service" vom Caritas Verband Bremen e.V., Das Projekt "Sport gegen Gewalt", das "Haus der Zukunft / Mehrgenerationenhaus Bremen Lüssum" und der "Verein Frauen und Gesundheit e.V.", Frauengesundheit Tenever.

Dass ein Ehrenamt nicht nur Ausdruck von selbstloser Aufopferungsbereitschaft sein muss, machte Innensenator Mäurer mit folgender Bemerkung deutlich: "Ich bin mir auch sicher, dass viele von Ihnen mir sagen würden, dass Sie durch Ihre Arbeit eine Menge zurückbekommen: Ein Ehrenamt gibt neue Anstöße, verhilft zu neuen Sichtweisen, stiftet Freundschaften und erweitert den Bekanntenkreis. Es macht reicher, wenn man etwas für andere tut und nicht nur dem eigenen Broterwerb zugewandt ist."

Quelle: Senatspressestelle Bremen