Ins Leben helfen

In den ländlichen Regionen Kameruns ist die Gesundheitsversorgung oft katastrophal. Schwangere und Mütter von kleinen Kindern leiden besonders darunter.

„Vor der Gründung unseres Gesundheitszentrums starben manchmal innerhalb eines Monats zwei Mütter während oder nach der Geburt“, erinnert sich Wongeh Happiness Bindeh. „Viele Gebärende waren verzweifelt.“ Die 41-jährige Hebamme aus dem Dorf Boh weiß, wovon sie spricht. Als sie vor 25 und 22 Jahren ihre beiden Töchter zur Welt brachte, befand sich das nächste Gesundheitszentrum noch sechs Kilometer entfernt. Unter Wehen machte sie sich nachts auf den beschwerlichen Weg dorthin. „Das war sehr schmerzhaft ? und lebensgefährlich.“

Eine Erfolgsgeschichte

Heute ist Happiness einevon vier Angestellten des Gesundheitszentrums in Boh. Ausgebildet wurde sie vom Gesundheitsdienst der Baptisten (CBCHS), der seit 1980 von Brot für die Welt unterstützt wird. „Angefangen haben wir mit vier Pilotzentren“, erinnert sich Projektkoordinator Peter Kakute. Inzwischen gibt es fast 50 Gesundheitszentren. Sie werden wie in Boh von der Dorfbevölkerung in Eigenregie geführt.

Menschenleben retten

Acht- bis zwölf Wochen dauern die Kurse, in denen CBCHS Hebammen und Gesundheitshelfer ausbildet. Darin lernen diese das Wichtigste über Schwangerschaften und mögliche Komplikationen, aber auch über Ernährung, Hygiene und die Betreuung von Menschen, die mit HIV und Aids leben. Seitdem Happiness die Ausbildung absolviert hat, genießt sie ein hohes Ansehen im Dorf. Die 41-Jährige fühlt sich ihren Patientinnen tief verbunden: „Ich will Menschenleben retten.“

 

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