© Foto: Darius Ramazani / Diakonie

Wohnungsnot in Bremen

Wirtschaftliche Notlagen und schwierige persönliche Lebensumstände können zur Wohnungslosigkeit führen. Gerade in Bremen, mit einer Armutsquote von fast 22,6 Prozent (2016), können viele Menschen die seit Jahren steigenden Mieten nicht mehr bezahlen. Besonders hart ist das Leben auf der Straße bei starker Hitze im Sommer und eisiger Kälte im Winter. Über die genaue Zahl der Wohnungslosen in Bremen gibt es nur Schätzungen. Die Diakonie geht von mindestens 600 Menschen aus, die in Bremen auf der Straße leben. Diese werden immer mehr aus der Bremer Innenstadt durch systematische Platzverweise gegen Obdachlose verdrängt.

Bremen braucht dringend eine bessere, soziale Wohnungspolitik, damit jeder sein Menschenrecht auf eine angemessene, menschenwürdige und bezahlbare Wohnung einlösen kann. Gerade für Menschen, die in einer Wohnung leben könnten, aber auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt Schwierigkeiten haben eine Wohnung zu bekommen, muss es spezielle Wohnangebote geben. Die Sozialquote bei der Förderung des Wohnungsbaus soll stadtweit erhöht werden, damit mehr Wohnungen zu einem niedrigen Mietpreis an Menschen mit geringem Einkommen vermietet werden. Außerdem sollen diese Wohnungen länger preis- und belegungsgebunden bleiben, damit der ökologische und soziale Wohnungsbau in Bremen dauerhaft Bestand hat.

Die Diakonie Bremen fordert:

  • eine stadtweite Sozialquote von 30 Prozent bei der Vergabe öffentlicher Flächen und der Förderung des Wohnungsbaus
  • 30 Jahre Preis- und Belegungsbindung für die Wohnungen mit Sozialquote
  • spezielle Wohnangebote für Menschen, die in einer Wohnung leben könnten, aber auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu bekommen

Das Diakonische Werk Bremen unterstützt von Beginn an das „Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen“, in dem sich Betroffene wie Mitarbeitende unterschiedlicher Arbeitsbereiche und Institutionen zusammengetan haben, um sich mit sozialen Fragen der Stadt Bremen zu beschäftigen.