Veranstaltungsreihe „Künstliche Intelligenz und Teilhabe“ in Bremen im Mai 2022

Künstliche Intelligenz (KI) verändert unseren Alltag bereits in fundamentaler Weise, etwa durch Online-Übersetzungsdienste, Sprachassistenten oder immer selbstständiger fahrende Fahrzeuge. Ihr Einsatz ist jedoch nicht nur mit der Chance verbunden, die Fähigkeiten des Menschen zu erweitern und neues Wissen zu generieren. Auf der anderen Seite mehren sich die kritischen Stimmen, die vor verschärften Diskriminierungen durch KI warnen oder schlicht die Grenzen der Technologie aufzeigen. Künstliche Intelligenz stellt uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen – ihr Gebrauch muss im Einklang mit unseren essenziellen gesellschaftlichen Werten erfolgt und frei von Ausgrenzung sein. Wir stellen dieses Thema in den Zusammenhang einer weltweiten Diskussion und europarechtlicher Regelungen und geben auch Einblick in eine aktuelle Ausstellung.

Wir laden herzlich ein und würden uns über Ihr Interesse sehr freuen! Dies sind unsere Veranstaltungen, die in drei verschiedenen Formaten stattfinden – die Teilnahme ist durch Aufnahme ins Programm der INTERREG Partnerschaft From Isolation to Inclusion kostenlos.

24.5. 19 Uhr
Online Veranstaltung – Künstliche Intelligenz und Teilhabe – Bremer Perspektiven für Chancen und Risiken

Eingangsbeitrag Arne Frankenstein, Landesbehindertenbeauftragter Bremen
Dr. Irmhild Rogalla, Mitglied des Leitungsteams des Instituts für Digitale Teilhabe der HS Bremen und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für praktische Interdisziplinarität (Institut PI)
KI und Teilhabe: Hochzeit im Himmel oder Horrorszenario?

Am Einsatz "Künstlicher Intelligenz" (KI) scheint derzeit kein Weg vorbei zu führen. Smarte Prothesen, automatische Übersetzungen in Leichte Sprache, Entscheidungsunterstützung in der Verwaltung von Budgets: Auch die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen wird mehr und mehr von KI beeinflusst. Der Vortrag führt daher in das Thema KI ein, veranschaulicht mögliche Anwendungsgebiete im Bereich Teilhabe, zeigt aber auch Probleme, Risiken und Grenzen auf.

Dr. Hendrik Heuer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen und am Institut für Informationsmanagement (ifib)
Wie Künstliche Intelligenz schwierige Texte verständlicher machen kann

Einer von acht Menschen in Deutschland hat Probleme damit, anspruchsvolle Texte zu verstehen. Der Informatiker Dr. Hendrik Heuer vom Institut für Informationsmanagement Bremen und der Universität Bremen entwickelt Apps, die Menschen beim Verstehen komplexer Texte helfen. Er berichtet von seinen aktuellen Entwicklungen und gibt einen Überblick darüber, wie Künstliche Intelligenz genutzt werden kann, um Texte verständlicher zu machen. Er beschreibt außerdem, wie die Nutzerinnen und Nutzer der Apps in die Entwicklung einbezogen werden können.

Diese Online-Veranstaltung mit Gebärdendolmetschung findet auf einer virtuellen Plattformstatt. Anmeldungen bitte an office@lbb.bremen.de wir senden dann Details und die Zugangsdaten zu.

Zur Planung von Unterstützungsmöglichkeiten bitten wir Sie, uns Ihren konkreten Bedarf frühzeitig mitzuteilen. Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, können aber dennoch nicht garantieren, dass wir jegliche Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen können.