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Die Freiwilligendienste in den Programmen FSJ und BFD bieten jungen Menschen wertvolle Erfahrungen und Zeit, sich beruflich zu orientieren.
Im vergangenen Jahr haben sich bei uns über 300 Interessierte beworben. Nach etlichen Bewerbungsgesprächen wir über 150 neue Freiwillige willkommen heißen! Ihr Einsatz erfolgte in rund 40 Einrichtungen – darunter Pflegeheime, Krankenhäuser, Einrichtungen der Behindertenhilfe, psychiatrische Einrichtungen, Kitas und Schulen. Ebenso vielfältig wie die Diakonische Familie in Bremen sind auch unsere Teilnehmer:innen: Bildungsabschlüsse, Kultur, Herkunft und Religion – wir haben uns 2026 wieder über eine große Vielfalt bei unseren FSJler:innen gefreut!
Diakonie? Ausprobieren!
Du bist zwischen 16 und 26 Jahren alt und hast Lust, dich ein Jahr lang zu engagieren und deinen Traumberuf mal auszuprobieren? Dann ist ein Freiwilliges Jahr bei der Diakonie Bremen, also das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD), genau richtig für dich! Jetzt bewerben
Einsatzstellen – Zukunftslabore für junge Menschen
Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Einsatzstellen zurück. Sie eröffnen jungen Menschen ihre ersten berufspraktischen Erfahrungen und leisten damit einen wesentlichen Beitrag dazu, zukünftige Fachkräfte für den sozialen Bereich zu gewinnen und zu begeistern.
Auch im vergangenen Jahr haben erneut mehrere Kirchengemeinden den Schritt gewagt, ein Freiwilliges Soziales Jahr anzubieten. Diese Einsatzstellen bieten jungen Menschen einen besonders geschützten Rahmen für ihre ersten Schritte im Berufsleben. Zudem freuen wir uns sehr, dass wir im Jahr 2025 zwei neue Kindertagesstätten als Einsatzstellen in der Diakoniefamilie begrüßen durften.
Bedauerlicherweise sind im vergangenen Jahr einige Einsatzstellen aufgrund der Insolvenz eines Jugendhilfeträgers weggefallen. Darüber hinaus stellt sich mancherorts die Frage, ob Freiwilligendienste angesichts steigender Kosten und zunehmender Personalengpässe weiterhin finanzierbar bleiben. Für Beratung, Austausch und gemeinsame Lösungsfindungen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
Ein besonderes Augenmerk gilt den Einsatzstellen, die Unterkünfte bereitstellen. Verfügten wir über mehr Unterbringungsmöglichkeiten, könnten wir deutlich mehr Freiwillige aufnehmen. Erfreulicherweise gibt es auch in diesem Bereich positive Entwicklungen, sodass wir hier zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Umstieg auf Flex-System – Herausforderung und Chance
Im Jahr 2025 haben wir alle Seminargruppen auf ein Modell mit flexiblem Einstieg umgestellt. Damit reagieren wir auf den zunehmenden Trend, dass sich junge Menschen häufig sehr kurzfristig für einen Freiwilligendienst entscheiden. Nicht selten stellt ein Freiwilliges Jahr die zweite oder dritte Option dar, wenn ein gewünschter Ausbildungs- oder Studienplatz nicht zustande gekommen ist. Dies ist vollkommen in Ordnung, zumal sich der Freiwilligendienst für die Teilnehmenden in den meisten Fällen als entscheidender Wendepunkt erweist.
Der flexible Einstieg ermöglicht es uns, freiwerdende Plätze zeitnah nachzubesetzen und individuelle Wünsche der Einsatzstellen schneller zu berücksichtigen. Für das Team im Freiwilligendienst bedeutet dies Bewerbungsgespräche über das gesamte Jahr hinweg sowie ein angepasstes Seminarkonzept, das einen kontinuierlichen Ein- und Ausstieg zulässt.
Unser besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen aus Verwaltung und Pädagogik, die diese strukturellen Veränderungen mit großem Engagement erfolgreich umgesetzt haben.
Neue Kolleg:innen im FWD – Verstärkung für unser Team
Im Jahr 2025 konnten wir mit Alexandra da Silva Pereira und Lynn Henry König zwei engagierte und kompetente Teammitglieder gewinnen. Beide haben sich schnell als wertvolle Bestandteile unseres Teams etabliert.
Workshops für internationale Freiwillige – Willkommen in Deutschland
Die Koordinierungsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Freiwilligendienste Bremen ist in diesem Jahr unserem Anliegen nachgekommen und hat gezielt Workshops für internationale Freiwillige angeboten. Die Zielgruppe umfasste Freiwillige, die neu in Deutschland beziehungsweise Bremen sind, häufig im Anschluss an einen Au-Pair-Aufenthalt. Unsere Teilnehmenden haben von diesen Angeboten in hohem Maße profitiert. Wir danken der Koordinierungsstelle herzlich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.
Auch im Jahr 2026 möchten wir das Thema „Internationale Freiwillige“ weiterhin aktiv vorantreiben, da wir hierfür einen erheblichen Bedarf sehen.
Startklar für Freiwillige – Herzlich Willkommen in der Diakonie-Familie
Die klassischen Einstiegszeiten für FSJ- und BFD-Freiwillige – Anfang August bis Anfang November – liegen nun hinter uns. Am 5. November 2025 konnten wir die neuen Freiwilligen beim „Start-Tag“ willkommen heißen. Sie lernten das Team des Landesverbandes kennen und erhielten im Rahmen einer „Diakonie-Rallye“ einen Einblick in die Diakonie als Institution sowie die Vielfalt ihrer Mitgliedseinrichtungen.
Unsichere Zeiten – Junge Menschen im Fokus
Auch unsere Freiwilligen sind zunehmend von den steigenden Lebenshaltungskosten betroffen, da die Leistungen im Freiwilligendienst nicht ausreichen. Bezahlbarer Wohnraum ist schwer zu finden, und die Zahl der Einsatzstellen mit Unterkünften nimmt ab. Dies führt dazu, dass einige junge Menschen trotz großem Engagement für den sozialen Bereich zunächst Hilfsjobs annehmen müssen, statt eine Ausbildung zu beginnen. Im Jahr 2025 haben wir intensiv daran gearbeitet, Wohnraum zu akquirieren, und setzen uns hierfür auch politisch ein.
Gleichzeitig steigt der Anteil der Freiwilligen, die psychosozial belastenden Situationen ausgesetzt sind. Die Anpassung an die Vollzeitarbeitsrealität fällt vielen schwer.
„Wir tun alles, um unsere FSJler:innen in schwierigen Situationen zu begleiten und sie, falls notwendig, bei der Inanspruchnahme professioneller Hilfe zu unterstützen“, erklärt Susanne Makowka, Pädagogin für die Freiwilligendienste. „Unser Ziel ist, dass die jungen Menschen resilienter, selbstbewusster und offener aus dem Jahr hervorgehen. Dabei ist es entscheidend, die psychische Gesundheit aktiv zu fördern.“
Lobbyarbeit – bessere Rahmenbedingungen für die Freiwilligendienste
In enger Zusammenarbeit mit der evangelischen Trägergruppe haben wir uns auch in 2025 bundesweit für zentrale Themen eingesetzt. Allem voran: bessere Rahmenbedingungen für die Freiwilligendienste und die Anerkennung der Dienste als gleichberechtigte Säule neben der Bundeswehr. Die gemeinsame Vision für einen Freiwilligendienst 2030 lässt sich hier nachlesen: Vision 2030 - Recht auf Freiwilligendienst. Die aktuellen Entwicklungen auf Bundesebene zeigen an, dass es in dem Bereich weitergeht. Wir beobachten sehr genau, welche Auswirkungen die Entscheidungen auf Bundesebene in der Praxis für unsere Einsatzstellen und für uns als Träger haben werden.
Wir sagen Danke!
Das Freiwilligen-Jahr 2025 war geprägt von großem politischem Wirbel und zugleich großem Engagement aller Beteiligten in der Praxis. Unser Dank gilt den Einsatzstellen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und allen Freiwilligen, die mit ihrem Einsatz einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft geleistet haben. Ihr und Euer Engagement macht den Unterschied!