Thema Nachhaltigkeit

Lebensgrundlagen erhalten, die Menschenrechte weltweit achten

 

Was wir hier heute tun, hat Konsequenzen für Menschen anderswo und für spätere Generationen. Ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte hängen dabei eng miteinander zusammen. Für die Diakonie gehören auch die Bewahrung der Schöpfung und verantwortungsvolles Wirtschaften zum christlichen Selbstverständnis. Dabei orientiert sie sich an den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen – den 17 „Sustainable Development Goals“.

Foto: Anke Mirsch

Nachhaltigkeit in der Diakonie

Die Diakonie bietet zahlreiche soziale Dienstleistungen an. Die Arbeit der Krankenhäuser, Pflegedienste, Kindergärten und Flüchtlingsheime hat dabei auch Auswirkungen auf die Umwelt und auf das Leben von Menschen in anderen Ländern: Der Einsatz von Büromaterial und Lebensmitteln, von Verbandszeug und Dienstkleidung trägt unabsichtlich zur Übernutzung von Böden und Wasserreserven bei, der Chemikalieneinsatz in der Produktion schädigt die natürliche Umwelt. 

Mit Hilfe von Umweltmanagementsystemen, Klimaschutzmaßnahmen oder dem gezielten Einkauf fair gehandelter Produkte haben sich viele diakonische Einrichtungen auf den Weg gemacht, um diese „Risiken und Nebenwirkungen“ ihrer sozialen Arbeit zu verringern.

Nachhaltigkeit in der Diakonie Bremen: Beispiele aus unserer Arbeit

Friedehorst: Klimaschutz und Inklusion

Die Stiftung Friedehorst hat 2017 mit einem großen, vom Bundesumweltministerium geförderten inklusiven Klimaschutzprojekt die Weichen für ein klimafreundliches Unternehmen gestellt. Mit dem Projekt „Klimaschutz und Inklusion“ war die Einrichtung in Lesum die erste überhaupt in Deutschland, die diese beiden so wichtigen Themen – eben zum einen den Klimaschutz und zum anderen die Inklusion – größer angegangen ist. Die Aktionen, die dabei durchgeführt wurden, sind so vielfältig wie die Teilnehmer: So wurde ein monatliches Kochprojekt mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung in Zusammenarbeit mit der örtlichen St. Martini Gemeinde ins Leben gerufen. Außerdem gab es zwei große Straßenfeste in Kooperation mit der Nachbarschaft, bei denen die Besuchern niedrigschwellig an das Thema Klimaschutz herangeführt wurden. Ausflüge und Exkursionen gab es beispielsweise ins Moor oder die Mülldeponie. Eine inklusive Reise zum Kirchentag, auf dem das Projekt vorgestellt wurde, war einer der Projekthöhepunkte. Auch schauspielerisch setzten sich die Teilnehmenden mit und ohne Behinderung mit dem Aspekt Klimaschutz auseinander. So fanden ein Theater- und ein Clownworkshop zu diesem Thema statt. Insgesamt gab es im Rahmen des Projektes über 250 Veranstaltungen. „Klimaschutz und Inklusion“ lief über zwei Jahre und hat viele sichtbare Spuren hinterlassen: beispielsweise eine große Streuobstwiese mit alten Apfel-, Birnen und Kirschsorten, jede Menge Beerensträucher und Hochbeete für ein „essbares Friedehorst“ sowie einen stabilen Klimaschutzpavillon, der als Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung und auch als Regenschutz beim norddeutschen Schmuddelwetter dient. An den Hochbeeten finden jedes Jahr pädagogische Gartengruppen ihr Zuhause. Klimascouts (behinderte und nicht-behinderte Menschen, die im Rahmen des Projekts ausgebildet wurden) geben in den Wohngruppen Tipps zum Klimaschutz im Alltag weiter.

Arbeiten Am Hochbeet
Foto: Gabriele Nottelmann

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Blick in das Fairkaufhaus
Foto: Anke Mirsch

Innere Mission: Rückführung in die Kreislaufwirtschaft

Der Verein für Innere Mission engagiert sich neben dem Nutzen von regenerativen Energien (Photovoltaikmodul Wichernhaus) und der Ressourcenschonung (Ausbau der Digitalisierung, Nutzung von Recyclingpapier und Einkauf von fair gefördertem Kaffee) besonders im Bereich der Rückführung in die Kreislaufwirtschaft. Hier gibt es eine Reihe von Projekten, die die Nachhaltigkeit fördern: Sozial-Kleiderladen Anziehungspunkt, Fairkaufhaus BemerkensWert!, Nähwerkstatt „Die Nahtstelle“, Secondhand-Läden ProTach und ProShop, Möbel-Tafel Allmende und Kaufhaus Hemelingen.

Friedehorst: Energetische Klimaschutzmaßnahmen

Friedehorst investiert massiv in energetische Klimaschutzmaßnahmen: Mit einer 30-Stunden-Stelle wurde eine so genannte energetische Sanierungsmanagerin eingestellt, die im gesamten Unternehmen Prozesse und Anlagen durchleuchtet und nach der Analyse energetische Klimaschutzmaßnahmen anstößt. Unterstützt wird sie dabei auch noch durch eine Kooperation mit der Hochschule Osnabrück zum Thema Energiemanagement. Die Stelle ist zum Teil gefördert von der KfW. Rund 300.000 Euro investiert die Stiftung Friedehorst im Herbst 2021 in eine Solaranlage. Diese wird rund 45% des Strombedarfs des Campusgeländes decken. Angesichts der hohen Energiepreise ist diese Investition nicht nur gut für die Umwelt – sie rechnet sich auch noch: In rund 9 Jahren wird sich die Anlage amortisiert haben.

Außenansicht der Stiftung Friedehorst
Foto: Gabriele Nottelmann
Lastenfahrrad, das im Streetwork eingesetzt wird
Foto: Anke Mirsch

Innere Mission: Nachhaltige Mobilität

Der Verein für Innere Mission nutzt in der aufsuchenden Sozialarbeit (Streetworkarbeit) in der Wohungslosenhilfe Lastfahrräder. Außerdem steht den Mitarbeitenden die Möglichkeit des Car-Sharings mit Cambio zur Verfügung.

Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.

Mehr Überschwemmungen, heftigere Unwetter und tödlichere Dürren: Der Klimawandel wirkt sich bereits auf Millionen Menschen aus und zerstört ihre Lebensgrundlagen. Doch die Gefahr, Opfer des Klimawandels zu werden, ist extrem ungleich verteilt. Brot für die Welt setzt sich daher für mehr Klimagerechtigkeit ein.

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